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Aktuell Bezirk Darmstadt-Odenwald
16.01.2016 - Haben die Bezirksmeisterschaften noch Zukunft?
Bezirksmeisterschaften der Männer im griechisch-römischen Stil in Bensheim


Die Bezirksmeister der Männer im griechisch-römischen Stil. Von links: Patrick Eisele, Nils Böhm, Carlos Cordon, Sandro Görisch, Rene Plaul, David Can, Mischa Mamoyan, Tom Pusch, Manuel Bartos, Bezirkssportreferent Markus Schröder. Fotos: Helmut Gasper

Manuel Bartos (blau) spielte seine körperliche Überlegenheit gegen den Deutschen A-Jugendmeister Peter Schütz aus. Der Schaafheimer gewann das Duell mit 9:1 und holte den Titel in der Klasse bis 59 kg.

Teilnehmer-Soll gleich 50, Teilnehmer-Ist gleich 50, das hört sich fürs erste recht passabel an. Ist es aber nicht. So schwach waren Bezirksmeisterschaften schon lange nicht mehr besetzt und ein rechtes Bild der Wertschätzung von Bezirksmeisterschaften ergibt sich erst bei näherer Betrachtung der Zahlen. Drei Teilnehmer kamen vom ASV Griesheim aus dem Bezirk Frankfurt und ASV Schaafheim und SG Arheilgen boten mehr Ringer als erforderlich auf. Das zeigt dann doch, wie wenig diese Titelkämpfe von verschiedenen Vereinen wertgeschätzt werden, die deutlich unter ihrem Meldesoll blieben. "235 Euro Ordnungsgeld für fehlende Ringer gibt es heut, darauf hätte ich gerne verzichtet", bemerkte Bezirkssportreferent Markus Schröder. Den Vogel schoss die ASV Dieburg ab, die sechs Teilnehmer gemeldet hatte und von denen kein einziger in der Bensheimer AKG-Halle erschien. Als "ein unsolidarisches Verhalten" qualifizierte Bezirksvorsitzender Helmut Gasper das Fehlen der Dieburger Ringer und ergänzte: "Dieburg wäre nächste Woche sicherlich nicht erfreut, wenn ein Verein bei den Bezirksmeisterschaften Freistil fehlen würde."

Bis auf wenige Klassen war auch das Niveau der Bezirksmeisterschaften im klassischen Stil nicht berauschend. Im Limit bis 53 kg wurde Renè Plaul (KSV Weiher) kampflos Bezirksmeister und in den Klassen bis 85 kg und 130 kg standen den Bezirksmeistern Nils Böhm und David Can (beide ASV Schaafheim) nur jeweils zwei Kontrahenten gegenüber. "Ich hätte doch besser für 80 kg Gewicht gemacht", trauerte Böhm der fehlenden Herausforderung nach. Zumindest Sascha Reimund (KSV Wersau) forderte aber dem Schaafheimer beim 14:5-Erfolg etwas ab. Der größte Aufreger im Schwergewicht war Oguzhan Kantar (KSV Pfungstadt), der auf der Matte durchaus passable Ansätze zeigte, sich aber eine rote Karte verdiente, weil er den Kampfrichter als "Depp" titulierte.

Aus qualitativer Sicht waren die Klassen bis 59 kg und 75 kg am besten besetzt. Der deutsche A-Jugendmeister Peter Schütz (SV Fahrenbach), Manuel Bartos (ASV Schaafheim) und Marc Janske (KSV Rimbach) boten attraktive Kämpfe mit technischen Finessen. Bartos warf gegen Peter Schütz seine körperliche Überlegenheit und gegen Janske die bessere Technik in die Waagschale und holte den Titel. Schütz setzte sich gegen Janske knapp mit 8:6 durch und gewann Silber vor dem Rimbacher. Drei überdurchschnittliche Athleten prägten auch das Bild im Limit bis 75 kg. Carlos Cordon (KSV Seeheim) setzte sich gegen Lucas Diehl (ASV Schaafheim) und Ali Celebi (FSV Münster) durch. Mit zwei technischen Kabinettstückchen gewann Cordon das Finale gegen Diehl zum Verdruss vieler Zuschauer vorzeitig. Da hätte ich noch gerne mehr davon gesehen", drückte Markus Schröder den Gefühlszustand vieler Zuschauer aus, die unglücklich mit der Regel sind, dass nach acht Punkten Vorsprung ein Griechisch-römisch-Kampf vorzeitig beendet ist.

Quantitativ am stärksten, aber auch qualitativ gut war die Klasse bis 66 kg besetzt, in der 15 Teilnehmer den Bezirkstitel anstrebten. Im Finale standen sich mit Tom Pusch und Tobias Peter zwei Schaafheimer gegenüber. Pusch gewann diesen Endkampf nach abwechslungsreichem Verlauf und 9:6-Führung entscheidend. Pusch besiegte in seinem Pool unter anderem den amtierenden Deutschen A-Jugendmeister Paul Nimmerfroh (AV Groß-Zimmern), der zudem noch dem Seeheimer Luca Husar unterlag. Husar beendete das Turnier auf Rang vier und Nimmerfroh auf dem achten Platz.

In der Klasse bis 71 kg gab es einen Bezirksmeister der aus dem Bezirk Frankfurt kommt. Mischa Mamoyan (ASV Griesheim) war eine Klasse für sich, besiegte im Pool seine drei Gegner vorzeitig und ließ auch im Finale Bernd Lenz (ASC Ober-Ramstadt) keine Chance. Genauso klar gewann Patrick Eisele (SV Fahrenbach) den Titel in der Klasse bis 80 kg. Eiseles schärfster Konkurrent, Daniel Seibold vom KSV Wersau, musste allerdings verletzungsbedingt passen und erlaubte damit Eisele einen leichten Spaziergang durch das Bensheimer Turnier.

Die Vereinswertung gewann der ASV Schaafheim (34 Punkte) vor SV Fahrenbach (15) und KSV Seeheim (14). Ein mehr als verdienter ASV-Erfolg, denn Schaafheim brachte acht Ringer auf die Matten in der AKG-Halle und überbot damit das Teilnehmersoll um zwei Ringer.
hg


Die Schaafheimer Vereinsmeisterschaft im Limit bis 66 kg gewann Tom Pusch (rot) gegen Tobias Peter.


Carlos Cordon (blau) gewann den Titel in der qualitativ am besten besetzten Klasse bis 75 kg. Cordon bezwang zunächst Ali Clebei (rot) und dann auch noch Lucas Diehl.


Patrick Eisele (blau) war im Limit bis 80 kg konkurrenlos. Der Fahrenbacher gewann seine vier Kämpfe vorzeitig.


Nils Böhm (rot) gewann den Bezirkstitel in der Klasse bis 85 kg, hatte aber gegen Sascha Reimund mehr Mühe als ihm lieb war.


Sandro Görisch wurde überlegener Bezirksmeister in der Klasse bis 98 kg. Drei Schultersiege drücken die Überlegenheit des Seeheimers aus.


David Can (rot) heißt der Bezirksmeister in der schwersten Klasse, dem Gewicht bis 130 kg.

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