Suchen im Archiv 

 Besucher:  
 Benutzername:
 Passwort:



Passwort vergessen?
 
Aktuell 
04.04.2017 - Hessischer Ringer-Verband löst die Landesliga auf
Ligeneinteilung für die Saison 2017 steht fest / Zwei nach Regionen aufgeteilte Verbandsligen / Gailbach II, Fulda und Ober-Ramstadt/Wersau nicht mehr dabei / Waldaschaff meldet zweite Mannschaft

Länger als sonst hat es in diesem Jahr mit der Einteilung der Ligen im Hessischen Ringer-Verband (HRV) gedauert: War in der Vergangenheit meist Anfang März klar, wer in welcher Liga gegen wen kämpft, so dauerte es mit Blick auf die am letzten August-Wochenende beginnende Saison 2017 vier Wochen länger. Der Grund sind wieder einmal diverse Rückzüge - teils in untere Klassen, teils kompletter Art.
So werden in der kommenden Runde ein Hessenligist und zwei Verbandsligisten gar nicht auf die Matte gehen. Der RSC Fulda, der 2016 Letzter in der Hessenliga geworden war und nun eine Klasse tiefer hätte antreten müssen, ist allerdings nicht freiwillig von der Bildfläche verschwunden: Die Osthessen hatten in der Vorsaison einen Ringer, der nicht startberechtigt war, mit einem gefälschten Startausweis auf die Matte gehen lassen. Dies zeigte der RV Haibach, dem dies im direkten Aufeinandertreffen aufgefallen war, beim Rechtsausschuss des HRV an. Neben einer Geldstrafe verhängte der Ausschuss eine Sperre für alle Aktivenringer des RSC Fulda, die bis Ende 2017 gilt. Weder in der Mannschaftssaison noch bei Einzelturnieren dürfen Fuldaer Ringer in diesem Jahr starten. Ausgenommen sind die Jugendringer des RSC. Ein Grund für die harte Strafe ist auch, dass es für das unlautere Vorgehen in der Vorsaison Mitwisser im Hessenliga-Team gegeben haben soll.

Neben den Fuldaern wird man in der Saison 2017 auch den TSV Gailbach II und die WKG Ober-Ramstadt/Wersau vergeblich suchen. Die betroffenen Vereine meldeten beide Mannschaften vor allem aus personellen Gründen nicht für die neue Saison. Bei Ober-Ramstadt/Wersau kam hinzu, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Mannschaft der Vorsaison aus Flüchtlingen bestand. „Wir wissen aber nicht, ob die zur neuen Saison noch im Odenwald wohnen werden und für uns ringen können“, sagte in Stefan Eller der Vorsitzende des KSV Wersau. Trotz der Wettkampfgemeinschaft mit dem ASC Ober-Ramstadt könnte es ohne die Flüchtlinge personell zu dünn für eine schlagkräftige Staffel werden. 2018 werde man aber versuchen, wieder eine Mannschaft in den Kampfbetrieb zu bringen.

Neben dem Ausscheiden von Fulda, Gailbach II und Ober-Ramstadt/Wersau äußerten Anfang des Jahres die Landesligisten KSV Michelstadt und KSC Krombach aus personellen Gründen ihren Wunsch, eine Etage tiefer in der Verbandsliga eingeordnet zu werden. Dort muss jeder Verein nur acht statt neun Ringer aufbieten, um die Vollbesetzung seiner Mannschaft zu erreichen. Durch die kompletten Rückzüge sowie die Anträge aus Michelstadt und Krombach wären für die Landesliga nur noch sechs Mannschaften übrig geblieben. „Mit sechs Mannschaften kann man aber keine Saison ringen“, sagte Edeltraud Dominik, der innerhalb des HRV-Ligenreferats zusammen mit ihrem Mann Rudi Dominik die diesmal besonders anspruchsvolle Aufgabe obliegt, die Ligen einzuteilen und die Kampfpläne zu entwickeln.

Weil die Landesliga zu klein und die Verbandsliga zu groß geworden wäre, reformierte der HRV für die neue Saison das Ligensystem: Unter der Oberliga (neun Mannschaften) und der Hessenliga (acht Mannschaften) gibt es nun zwei Verbandsligen, die nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt wurden. Sie heißen Verbandsliga Nord-Ost (für den Raum Unterfranken und Hanau) sowie Verbandsliga Süd-West (für den Raum Darmstadt-Dieburg und Odenwald). In der Staffel Nord-Ost sind acht Teams vertreten, darunter auch die neu in den Wettbewerb geschickte zweite Mannschaft des personell offenbar üppig aufgestellten KSV Waldaschaff. In der Staffel Süd-West sind neun Teams vertreten. Die Erstplatzierten der beiden Verbandsligen ermitteln in Hin- und Rückkampf den Aufsteiger in die Hessenliga.

In der Oberliga ringen weiterhin bis zu zehn Athleten pro Mannschaft und Partie, in der Hessenliga nur noch neun (bisher ebenfalls zehn) und in den beiden Verbandsligen acht. Der erste Kampftag findet am 26. August statt, zudem sind zwei Doppelkampftage mit Partien an Feiertagen (3. Oktober und 31. Oktober) geplant. Zu Ende ist die Saison in diesem Jahr wesentlich früher als sonst: In der Oberliga und der Verbandsliga Süd-West findet der letzte Kampftag am 9. Dezember statt, in der Hessenliga und der Verbandsliga Nord-Ost bereits am 25. November.

Danach folgen nur noch die beiden Kämpfe um den Hessenliga-Aufstieg. Ob der Verlierer der Aufstiegskämpfe auch noch die Chance auf den Gang in die Hessenliga erhalten werde, könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, teilte am Montag HRV-Präsident Toni Kunkel mit. Sicher vorgesehen sei aktuell nur ein Aufsteiger aus den beiden Verbandsligen - womit ein Meister aus diesen zwei Klassen womöglich also nicht aufsteigt. jed

Die Einteilung der hessischen Ringerligen für die Saison 2017

Oberliga: ASV Schaafheim, RWG Mömbris/Königshofen, KSC Niedernberg, SC Kleinostheim, TSV Gailbach, KSC Hösbach, SV Fahrenbach, AC Goldbach, SC Großostheim

Hessenliga: FSV Münster, RV Haibach, KSV Seeheim, KSV Rimbach, KSV Neu-Isenburg, ASV Frankfurt-Griesheim, RSV Elgershausen, KSV Waldaschaff

Verbandsliga Süd-West: ASV Dieburg, SG Arheilgen, ASV Schaafheim II, KSV Seeheim II, KSV Weiher, KSV Pfungstadt, SV Fahrenbach II, KSV Rimbach II, KSV Michelstadt

Verbandsliga Nord-Ost: RWG Hanau/Erlensee, AV Alzenau, IRV Aschaffenburg, RWG Mömbris/Königshofen II, KSC Hösbach II, StuRV Kahl, KSC Krombach, KSV Waldaschaff II

|  Impressum |