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08.10.2018 - Kleinostheims Sieg endet mit Nackenheimer Tränen
Ringer-Bundesliga Nordwest: Sportclub Siegfried bleibt nach 18:8 auf Kurs gen Play-offs / Terzi mit sieben Durchdrehern in Folge

Der SC Siegfried Kleinostheim führt auch einen Kampftag vor Ende der Hinrunde die Tabelle der Ringer-Bundesliga Nordwest zusammen mit den Red Devils Heilbronn, nächsten Samstag auswärts nächster Gegner, an. Am Samstagabend setzte sich die Mannschaft von Trainer Gerhard Weisenberger gegen den SV Alemannia Nackenheim mit 18:8 durch und bleibt auf Kurs gen Play-offs. Am Ergebnis wird auch der noch ausstehende Nachholkampf nicht mehr viel ändern.
Denn das Freistil-Halbschwergewicht wurde nicht vor den 450 Zuschauern in der Kleinostheimer Schulturnhalle ausgekämpft, sondern wird an einem noch nicht feststehenden Datum in kleiner Runde gerungen. Nackenheims Ahmed Dudarov, der eine Gewichtsklasse tiefer Deutschland bei den Weltmeisterschaften Ende des Monats in Ungarn vertreten wird, weilte auf einem internationalen Turnier. Er dürfte Sportclub-Ringer Kevin Schwäbe aber maximal zwei Teampunkte abnehmen und so - womöglich - das Resultat für Nackenheim noch einen Tick erträglicher gestalten.

Besonders der Blick auf den Halbzeitstand musste den wenigen Nackenheimer Schlachtenbummlern wehgetan haben. Nach vier von neun Vergleichen lag Kleinostheim bereits mit 13:0 in Front. Drei Vierer strichen die Unterfranken vor der Pause ein: Viktor Terzi schaffte gegen den Nackenheimer Jugendringer Burak Demir sieben Durchdreher in Folge und hatte nach einer Minute schon wieder Feierabend. Jason Markgraf überstand gegen Dean Oehrlein zwei Schrecksekunden in gefährlicher Lage, brillierte darüber hinaus aber mit gleich vier satten Überwürfen und einem technisch überlegenen Sieg. Roman Duscov hatte Nackenheims Koray Cakici nach fünf Minuten ausgepunktet.

Hinzu kam ein 1:0-Sieg von Felix Radinger im Greco-Schwergewicht gegen den Ex-Mömbriser Robin Ferdinand. „Das war ein Schlüsselduell, Radinger hat es clever gerungen“, sagte Siegfried-Coach Weisenberger. Technische Wertungen gab es dabei keine, Radinger rang in Runde zwei aber aktiver als Ferdinand. „Wir kennen uns schon ewig, auch wenn wir noch nicht oft gegeneinander gerungen haben“, so Radinger zu seinem Auftritt. „Robin ist sehr beweglich und kann gefährlich werden.“ Letztlich kam der Nackenheimer aber nicht zum Zug.

Nach der Pause folgten drei klare und zwei knappe Angelegenheiten. Christopher Fersch kassierte bei seinem dritten Einsatz die erste Niederlage, musste die größere Klasse des Polen Arkadiusz Kulynycz anerkennen und war nach vier Minuten ausgepunktet. Sascha Büchner entging dem gegen den flinken, fünf Kilo leichteren Roman Asharin knapp (0:14 technische Punkte und damit 0:3 Teamzähler), wodurch der vierte Sieg im vierten Heimkampf auch rechnerisch unter Dach und Fach war. Marcus Plodek, manchmal wild, immer aber wild entschlossen, hatte technisch überlegen gegen Bekir Demir den Boden bereitet.

Wenig spektakulär war die knappe Punktniederlage von Can Özgün, der gegen Ruslan Kudrynets stabil stand, ihn aber auch in der angeordneten Bodenlage nicht auszuheben oder zu drehen vermochte. Weisenberger führte das nicht auf Kräftemangel, sondern auf technische Defizite Özgüns zurück: „Er muss noch besser spüren, wie sich der Untermann bewegt.“

Einen Kampf auf Weltklasse-Niveau lieferten zum Abschluss Kleinostheims serbischer EM-Dritter Aleksandar Maksimovic und der erst 19-jährige Tamas Levai. Mit viel Glück sicherte sich Maksimovic nach einem 2:2 den einen Teamzähler, da er die einzige Zweierwertung des Kampfs erzielt hatte. Levai marschierte sechs Minuten lang bärenstark nach vorn - auch kaum ein Kleinostheimer hätte sich beschweren dürfen, hätte Levai als Erster in dieser Saison Maksimovic geknackt. Der brachte den hauchdünnen „Vorsprung“ mit all seiner Routine über die Zeit - und das ob seiner Niederlage untröstliche Greco-Weltergewicht der Nackenheimer zerfloss zum Abschluss des Abends in Tränen. jed?

SC Kleinostheim - SV A. Nackenheim 18:8
(vorläufiges Endergebnis, ein Nachholkampf folgt noch)

57F: Terzi - Burak Demir 4:0 (16:0), 61G: Markgraf - Oehrlein 4:0 (21:6), 66F: Duscov - Cakici 4:0 (15:0), 71G: Özgün - Kudrynets 0:1 (1:3), 75F: Büchner - Asharin 0:3 (0:14), 75G: Maksimovic - Levai 1:0 (2:2), 80F: Plodek - Bekir Demir 4:0 (16:0), 86G: Fersch - Kulynycz 0:4 (2:17), 98F: Schwäbe - Dudarov 0:0 (Nachholkampf folgt), 130G: Radinger - Ferdinand 1:0 (2:1), Zuschauer: 450, Kampfrichter: Patrick Tomanek (SC 04 Nürnberg)

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