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Aktuell Bezirk Darmstadt-Odenwald
12.01.2019 - Endgültige Ligenplanung erst nach dem 15. Februar
Vereinsvertretersitzung zur Vorbereitung der Verbandsrunde 2019

"Was wissen wir jetzt", fragte ein Delegierter am Ende der Vereinsvertretersitzung im Ringerleistungszentrum Aschaffenburg und gab gleich die Antwort: "Nichts." Damit lag er mit seiner Wertung insoweit richtig, als noch keine endgültige Ligenplanung vorgenommen werden konnte, denn die Vereine können bis zum 15. Februar Mannschaften melden oder kostenfrei zurückziehen. Dennoch hatte der frühe Termin für eine Vereinsvertretersitzung zur Planung der Verbandsrunde 2019 seine Berechtigung, weil die Tagung wichtige Empfehlungen an den Hauptausschuss des Hessischen Ringer-Verbandes adressierte, welche für die Saisonplanung der Vereine äußerst wichtig sind.
Wichtige Empfehlungen betrafen die Ligenstruktur und die Mannschaftsstärke in der Hessenliga. Mit einer knappen Mehrheit (13 ja, 8 nein, 3 Enthaltungen) forderten die Vereinsvertreter die Einführung einer Landesliga zwischen Hessen- und Verbandsliga. Da in den Richtlinien für die Mannschaftskämpfe 2018 aber Auf- und Abstiegsregelungen für die bisherige Struktur mit Ober-, Hessen- und zwei Verbandsligagruppen vorgesehen waren, bleibt es in der kommenden Saison dabei. Für die Folgesaison 2020 kündigte HRV-Präsident Karl Rothmer aber eine Initiative zur Wiedereinführung einer Landesliga an, um den zwischen Hessen- und Verbandsliga bestehenden Leistungsunterschied etwas einzuebnen. Um den Sprung von der Verbands- in die Hessenliga etwas erträglicher zu gestalten, empfahl die Vereinsvertretersitzung die Hessenligamannschaften in Zukunft mit neun statt zehn Ringern zu besetzten (eine Neinstimme, eine Enthaltung).

Eine Veränderung gibt es auch bezüglich des Einsatzes von ausländischen Sportlern in den Mannschaften der Hessischen Ligen geben. Bisher musste ein ausländischer Ringer einen dauerhaften und ununterbrochenen Aufenthalt von sechs Jahren in Deutschland nachweisen, um einem deutschen Sportler gleichgestellt zu werden (N6-Status). In Zukunft zählt er nach vier Jahren dauerhaften und ununterbrochenem Aufenthaltes in der Bundesrepublik Deutschland wie ein deutscher Ringer (N4-Status). Die Neuregelung gilt allerdings mit einer Einschränkung. Wenn ein Ringer weniger als sechs Jahre ununterbrochen in Deutschland lebt und den Verein wechselt, gilt für ihn weiterhin der N6-Status.

Von Vereinsseite wurde gefordert, die Lizenzanträge schon vor dem 1. Januar eines Jahres herauszugeben. HRV-Präsident Karl Rothmer verdeutlichte die Schutzfunktion der bisherigen Bestimmung für die Vereine (kein Abwerben während der laufenden Runde). Da der Deutsche Ringer-Bund für die Bundesliga die Lizenzausgabe nunmehr auf den 1. September des Vorjahres festgelegt hat, verständigte man sich auf die Ausgabe der Lizenzanträge nach dem letzten Kampftag der zu Ende gehenden Saison. Als letzter Kampftag gilt dabei immer der Kampftag der zuletzt endenden Liga.

Jeffrey Spiegel vom Kampfrichterausschuss des HRV beklagte die zunehmende Aggressivität gegenüber den Unparteiischen und kündigte eine härtere Gangart an. Ein Vereinsvertreter fordert eine Bewertung der Kampfrichter. Seiner Meinung nach seien oft schlechte Kampfrichterleistungen für die Undiszipliniertheiten am Mattenrand maßgebend. Die Nachfrage von Spiegel, wer denn die Bewertung vornehmen solle, blieb unbeantwortet. Spiegel verwies auf andere Länder, in denen Trainer die Kampfrichter bewerten könnten. In diesen Ländern müssten aber die Trainer über eine abgeschlossene Kampfrichterausbildung verfügen und die Kampfrichterlizenz auch regelmäßig erneuern. Zudem erscheint es bedenklich, dass Leistungen von Unparteiischen durch Parteiische (Vereinsmitglieder) bewertet werden sollen. Wenn Bewertung von Kampfrichtern, dann durch einen Unparteiischen. Die Vereine müssten dann pro Kampftag zwei Unparteiische bezahlen.

Bekanntmachungen
Jeffrey Spiegel erwarb nach seinem Einsatz bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires die höchste internationale Kampfrichterlizenz. Der Niedernberger darf nun bei Weltmeisterschaften der Männer und Olympischen Spielen eingesetzt werden.

Anna Schell trat vom Amt der Frauenreferentin des Hessischen Ringer-Verbandes zurück. Der HRV ist zuversichtlich in Kürze eine(n) Nachfolger/in benennen zu können.

Der HSV sucht noch einen Ausrichter für den Hessenpokal der Frauen und Mädchen am 14.09.2019.

Der KSC Niedernberg steigt nicht in die Bundesliga auf und verbleibt in der Oberliga Hessen.

Der ASV Schaafheim gibt bekannt, dass er eine seiner zwei Mannschaften zurückziehen wird. Unklar sei noch, ob die Ober- oder Hessenligamannschaft zurückgezogen wird.

Die SG Arheilgen möchte nicht in die Hessenliga aufsteigen. Die RWG Hanau/Erlensee konnte den Aufstieg in die Hessenliga noch nicht zusagen

Vorläufige Ligenplanung des HRV

Oberliga Hessen
1. KSC Niedernberg
2. KSV Rimbach
3. RWG Mömbris/Königshofen
4. KSC Hösbach
5. SC Großostheim
6. ASV Schaafheim (?)
7. SV Fahrenbach
8. TSV Gailbach
9. KSV Neu-Isenburg

Hessenliga
1. KSV Waldaschaff
2. KSV Seeheim
3. RV Haibach
4. FSV Münster
5. ASV Griesheim
6. ASV Schaafheim II (?)
7. SG Arheilgen (?)
8. RWG Hanau/Erlensee (?)

Verbandsliga Nord-Ost
1. RSV Elgershausen
2. AC Goldbach
3. AV Alzenau
4. SC Kleinostheim II
5. RSC Fulda
6. KSC Hösbach II
7. KSC Krombach

Verbandsliga Süd-West
1. ASV Dieburg
2. KSV Seeheim II
3. SV Fahrenbach II
4. KSV Rimbach II
5. KSV Wersau
6. KSV Michelstadt
7. KSV Weiher

HRV-Präsident Karl Rothmer berichtete von inoffiziellen Äußerungen, dass RWG Mömbris/Königshofen, KSV Waldaschaff, KSC Niedernberg, TSV Gailbach und der KSV Neu-Isenburg jeweils eine zweite Mannschaften melden wollen. Eine Bestätigung während der Vereinsvertretersitzung blieb aus.

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