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11.02.2019 - Tolle Kämpfe bei den Hessischen in Kleinostheim
HM der Männer und Jugend im freien Stil: Michael Heeg holt Gold in der breitesten Gewichtsklasse / Erste Plätze auch nach Niedernberg und Großostheim / Fröhlich besiegt drei Frankfurter

Ringer des Bezirks Main-Spessart haben die Freistil-Hessenmeisterschaften der Männer am Samstag in Kleinostheim dominiert. In sechs von zehn Gewichtsklassen, die vor allem durch viele Nachmeldungen mit 90 Athleten besser und breiter als erwartet besetzt waren, holten Sportler vom bayrischen Untermain Gold. In Marcel Fröhlich setzte sich außerdem ein Kämpfer der FSV Münster durch. Drei Titel gingen an Ringer anderer Landesverbände.


Musterüberwurf von Niedernbergs Ibrahim Fallacara (Foto: Jens Dörr)
Die Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm war mit 15 Athleten am breitesten besetzt. Hier war der Goldbacher Michael Heeg das Maß der Dinge und gewann sechs Duelle, darunter das Herzschlagfinale gegen Hamid Reza Afzali (ASV Frankfurt-Griesheim), in dem Heeg beim Stand von 7:7 nach den vollen sechs Minuten der Sieg zugesprochen wurde. Bronze ging an Monir Ahmadi vom TSV Gailbach, der den Schaafheimer Tom Pusch im Kampf um Platz drei schulterte.

Im „kuscheligen“ Ambiente der Kleinostheimer Schulturnhalle, wo HM-Ausrichter SC Siegfried Kleinostheim vier Matten gelegt hatte und auch die Zuschauerränge an beiden Tagen (am Samstag kämpften auch die C- und B-Jugendlichen, am Sonntag die E-, D- und A-Jugendlichen) brechend voll waren, musste in Simon Hüttner der zweite Goldbacher Hessenmeister in fünf Duellen der 65-Kilo-Klasse ebenfalls ordentlich schuften, um das Edelmetall einzufahren. Vor allem im Finale gegen den nimmermüden Anatoli Dreglea von der RWG Hanau/Erlensee wurde Hüttner gefordert, behielt in einem attraktiven Kampf aber mit 14:8 die Oberhand.

Ahmadi Ahmad (Limit bis 79 Kilogramm) und Manuel Bernerth (86 Kilogramm) waren die Hessenmeister des TSV Gailbach. Bernerth gewann alle Kämpfe vorzeitig, auch das Finale gegen den etwas überraschenden Silbersieger Maximilian Musel, der beim ASV Schaafheim meist nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt wird. Ahmadi schaltete unter anderem Aaron Sommer vom Oberliga-Meister KSC Niedernberg aus und schulterte im Finale Abbas Najafi von der FSV Münster. Die Freie Sportvereinigung hatte im ehemaligen Bundesliga-Ringer Marcel Fröhlich dennoch einen „Goldjungen“ zu verzeichnen - im Halbschwergewicht genügten Fröhlich drei ungefährdete Siege, die er sämtlich über eher unbekannte Sportler des ASV Frankfurt-Griesheim erreichte.

Im 57-Kilo-Limit war der Niedernberger Mike Sell eine Klasse für sich, ließ in vier Kämpfen nur eine einzige Wertung gegen sich zu. In der 61-Kilo-Klasse schien nach den ersten Auftritten des Bundesliga-Manns Ibrahim Fallacara alles auf Gold für den bei Einzelmeisterschaften für den KSC Niedernberg ringenden Recken hinzudeuten - doch im Finale strich Alexandru Asan vom SC Großostheim einen Aufgabesieg ein. Antony Iuliani verpasste hierbei die dritte Medaille für das kleine, aber feine Team der FSV Münster durch eine Schulterniederlage im Bronzekampf gegen den Gailbacher Karl Straub.
In der 70-Kilo-Klasse gewann Hossein Avizaden vom ASV Ladenburg, gefolgt von Eduard-Stefan Asan (SC Großostheim) und Dimitri Dobrov (RWG Mömbris/Königshofen). Trotz solcher Namen fehlte noch eine ganze Reihe regionaler Asse - etwa die verletzten Yannick Ott (KSC Hösbach) und Lucas Diehl (ASV Schaafheim) oder aber Tino Rettinger (RWG, wurde zeitgleich Zweiter bei einem Juniorenturnier in Mazedonien) beziehungsweise Niklas Dorn (reiste mit dem DRB am Sonntag ins Trainingslager nach Russland).

In der am knappsten und schwächsten besetzten Gewichtsklasse bis 92 Kilo hatte Marco Bechtel (KG Laudenbach-Sulzbach) ebenso recht leichtes Spiel wie im Schwergewicht Patrick Fanderl vom SC Oberölsbach. Fanderl setzte sich im Finale gegen den bei Einzelmeisterschaften für Niedernberg und in der Liga für Schaafheim ringenden Peter Dölger vorzeitig durch. Dritter wurde in Taskin Sirinaga von der ASV Dieburg ein Verbandsliga-Athlet. Im Kampf um Platz drei gewann Sirinaga nach den vollen sechs Minuten mit 4:2 gegen den Seeheimer Valeriu Cretu.

Die Vereinswertung über die drei Altersklassen des Samstags hinweg gewann der TSV Gailbach vor dem RSC Fulda und dem KSV Seeheim. Fulda und Seeheim punkteten vor allem bei der Jugend. Am Sonntag hatte der KSV Rimbach die Nase vor dem ASV Griesheim und dem VfL Wolfhagen. jed

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