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Aktuell Bezirk Darmstadt-Odenwald
19.10.2019 - Sport und Skandal
34. Darmstädter Sport-Forum des Instituts für Sportwissenschaft der TU Darmstadt

Skandale beziehen sich auf Ereignisse oder Verhaltensweisen in unterschiedlichen Lebensbereichen. Politik, Kirche, Schule, Wissenschaft und Sport – diese Liste ließe sich beliebig verlängern, wollte man skandalträchtige Institutionen benennen. Daneben gibt es gesellschaftliche Themen, wie etwa Umwelt, Steuern oder Wetten, die regelmäßig mit skandallösen Vorfällen in Verbindung gebracht werden. Während für kriminelle Handlungen, die gegen die Gesetze einer Gesellschaft verstoßen, Gericht zuständig sind, bleiben Skandale diffuser bestimmt. Was als Skandal gilt, unterliegt nicht zuletzt der öffentlichen Einschätzung und Bewertung. Emotionale Reaktionen, die Empörung, Ängste, Neugier oder bloßes Kopfschütteln auslösen können, werden zunehmend medial verbreitet und dadurch aufgewertet. So zielen Skandalisierungen als künstliche Instrumentalisierungen vor allem darauf ab, bestimmte Wirkungen zu erzeugen.
Die Beträge des diesjährigen Sport-Forums beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema "Sport und Skandal". Dr. Mark Ludwig vom Institut für Kommunikation und Medienforschung der Deutschen Sporthochschule Köln nimmt zunächst zentrale Strukturen medialer Sportskandale ("Gründe, Entwicklungen und Folgeeffekte") in den Blick. Hieran anschließend wird der mehrfach ausgezeichnete Sportjournalist des Magazins "Sport & Politics", Jens Weinreich, über seine investigative Arbeit im Umfeld des olympischen Sports berichten. Die rasche Entstehung und Verbreitung von "Sandalen in der Onlinewelt" untersucht Prof. Dr. Christian von Sikorski vom Institut für Kommunikationspsychologie und Medienpädagogik der Universität Koblenz-Landau. Die Juristin, ehemalige Leichtathletin und Leiterin der "AG Sport" von Transparency International, Sylvia Schenk, fragt in ihrem Beitrag nach Möglichkeiten, wie Skandale im Sport durch möglichst transparente Entscheidungen vermieden werden können. Zum Abschluss der Vortragsreihe beschäftigt sich Dr. Bettina Rulofs vom Institut für Soziologie und Geschlechterforschung der Deutschen Sporthochschule Köln mit dem Thema "Sexualisierte Gewalt im Sport", das aufgrund unterschiedlicher Anlässe gerade in den letzten Monaten eine besondere Aufmerksamkeit erfahren hat.

Das diesjährige Programm ist aktuell, breitgefächert und ein geeignetes Angebot für diejenigen, die sich mit Entwicklungen des Sports kritisch auseinandersetzen. An dieser öffentlichen Veranstaltungsreihe Interessierte sind herzlich eingeladen.
Instut für Sportwissenschaft der TU Darmstadt

04.11.2019
Mediale Sportskandale: Gründe, Entwicklungen und Folgeeffekte
Referent: Dr. Mark Ludwig

11.11.2019
Recherche im kriminellen (olympischen) Geschäft
Referent: Jens Weinreich

18.11.2019
Skandale in der Onlinewelt: Neue Dynamiken aufgezeigt an Beispielen aus Politik und Sport
Referent: Prof. Dr. Christian von Sikorski

25.11.2019
Vom Skandal zu Good Governance im Sport
Referent: Sylvia Schenk

02.12.2019
Sexualisierte Gewalt im Sport – von der Tabuisierung zur Skandalisierung?
Referent: Dr. Bettina Rulofs

Die Veranstaltungen finden jeweils um 18.45 Uhr, Georg-Wickop-Hörsaal, Altes Maschinenhaus, Magdalenenstraße 12 in Darmstadt statt.

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