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17.11.2019 - Deml und Hast sind die HRV-Sportler des Jahres
Ordentliche Mitgliederversammlung: Schmitt und Trautmann als Nachwuchssportler des Jahres ausgezeichnet / Lefebvre zum Ehrenmitglied ernannt / Neue Entwicklungen im Verband

Harmonisch ging es bei der Mitgliederversammlung des Hessischen Ringer-Verbandes e.V. im Ringer-Leistungszentrum Aschaffenburg zu. Die „Zwischenversammlung“ ohne Neuwahlen war eine gute Gelegenheit, um die vergangenen neunzehn Monate unter der Leitung des neuen Vorstands und Präsidiums aufzuarbeiten und die neuen Entwicklungen den Vereinsvertretern zu präsentieren.


Die Wahl zum HRV-Sportler des Jahres 2019 sicherten sich Marie Trautmann (Nachwuchssportlerin), Nico Schmitt (Nachwuchssportler), Jenny Hast (Sportlerin des Jahres) und Johannes Deml (Sportler des Jahres). Vize-Präsident Sport Benjamin Stange und Sportmanager Jens Gündling gratulierten.
Präsident Karl Rothmer eröffnete die Mitgliederversammlung mit einer Gedenkminute für alle verstorbenen Mitglieder, insbesondere Ex-Präsident Manfred Müller und Ex-Vizepräsident Finanzen Harald Schurk. Rothmer präsentierte anschließend in seiner Eröffnungsrede einen ausgiebigen, chronologischen Abriss seiner ersten Amtszeit als Präsident. Er sprach von anfänglichen Schwierigkeiten, weil keine Amtsübergabe auf der Ebene der ehrenamtlichen Vorgänger gab. Im Gegenteil: Der Verband stand vor einem Berg von Unterlagen, musste sich alles aus eigener Hand zusammensuchen und sortieren. Auch anonyme Briefe, die an den Landessportbund Hessen gingen, waren die ersten Hürden, die aber laut Rothmer gut überstanden wurden und keinerlei Nachwirkungen auf den Verband hatten. Er lobte die ehrenamtliche Arbeit seines bestehenden Teams und bedankte sich insbesondere bei Finanzvorstand Jürgen Schmidt (Michelstadt), der den größten Berg an Arbeit im Bereich der Finanzen mit akribischer Arbeit bewältigte.

Für reichlich neue Entwicklungen im Verband sorgte Vize-Präsident Sport Benjamin Stange, der ebenfalls seine Arbeit der vergangenen Monate vortrug. Stange setzte den Fokus der kommenden Jahre auf internationale Erfolge und präsentierte sein Karriereplanungskonzept, dass junge Talente aus Hessen, die den Weg in den Leistungssport gehen wollen, unterstützen soll. Stange bedauerte den Wechsel von Anna Schell im Mai 2019 nach Bayern, zog jedoch auch Positives daraus: „Anna hat sich durch ihren unbändigen Willen und viel Trainingsfleiß den Weg nach Tokio erarbeitet. Aber auch der HRV kann behaupten, dass wir Athleten für die Olympischen Spiele ausbilden können“.

Bundesstützpunkttrainer und Sportmanager Jens Gündling gab in seinem Bericht weitere Details der hauptamtlichen Arbeit des Trainerteams an. So konnte das Trainerteam Gündling, Weisenberger und Petkov die wöchentlichen Trainingseinheiten und ein Vielfaches erhöhen. Insbesondere die Installierung eines eigenen Frauen- und Mädchentraining und der Ausbau der Landesstützpunkte im Bezirk Darmstadt/Odenwald zählen zu den wichtigsten Anpassungen.

Sowohl Rothmer als auch Stange und Gündling bedankten sich beim anwesenden LSBH-Leistungssportreferent Thomas Neu für die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landessportbund, dem OSP und der Sportstiftung Hessen. Der Bundesstützpunkt Aschaffenburg ist einer der wenigen Stützpunkte, der bis 2024 gesichert ist.

Mit der Marke KEMPA und der Einkaufs- und Ringer GmbH aus Schifferstadt präsentiert sich der Verband mit einem tollen Outfit und einem eigenen Vereinsshop. Sportlerinnen und Sportler, Funktionäre und Kampfrichter tragen die Marke und repräsentieren den Verband nach außen perfekt.

Mit einem dreijährigen Projekt der Sportjugend Hessen befasst sich der Verband seit August 2019. Im Rahmen des Projektes „Kindeswohl im Sport – Verbände und Internate“ werden in einer dreijährigen Modell-Phase (bis März 2022) fünf hessische Fachverbände und fünf Sport-Internate, darunter der HRV und die Ringer Akademie Aschaffenburg bei der Weiter-Entwicklung von Kindeswohl-Schutzkonzepten zur Verbesserung der Prävention von Kindeswohlgefährdung und insbesondere sexualisierter Gewalt begleitet und unterstützt.

Die Athletenvereinigung Alzenau reichte einen Antrag zur Änderung der Gebühren- und Spesenordnung ein. Hierbei ging es um die Staffelung der Gebühren für fehlende Kampfrichter, Listenführer oder gewählte Funktionäre im Verband. Der Antrag fand keine Mehrheit und wurde von der Versammlung abgewählt. Ein weiterer Antrag von Kampfrichter-Referent Karl-Peter Schmitt wurde einstimmig angenommen.

Bei der anschließenden Ehrung des Verbands zum „HRV-Sportler des Jahres 2019“ wurden vier talentierte und erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet. Nachwuchssportlerin des Jahres 2019 wurde die Gailbacherin Marie Trautmann, die den Deutschen Vizemeistertitel gewann und bei den Kadetten-Europameisterschaften und bei den olympischen Jugendspielen teilnahm. Nachwuchssportler des Jahres 2019 ist Nico Schmitt. Das Rimbacher Freistiltalent sicherte sich den Deutschen Meistertitel der A-Jugend und brachte es bei der Kadetten-Europameisterschaft ins Viertelfinale. HRV-Sportlerin des Jahres ist Jenny Hast, die Deutsche Meisterin der Juniorinnen und EM-Teilnehmerin. Der U23-EM Fünfte Johannes Deml ist HRV-Sportler des Jahres 2019, auch wegen seinem Gewinn des Deutschen Juniorentitels und dem dritten Platz bei der Männer-DM.

Mit der Ernennung von Michel Marie Lefebvre zum Ehrenmitglied fand die Mitgliederversammlung einen schönen Abschluss der fast dreistündigen Sitzung. Der 81-jährige wurde aufgrund seiner zahlreichen, ehrenamtlichen Einsätze auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene vom Verband geehrt.


Zum Ehrenmitglied des HRV ernannt: Michel M. Lefebvre

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