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24.11.2019 - Starker sechster Platz für das hessische Frauenteam in Rimbach
Sieg gegen Saarland / Unentschieden gegen Württemberg zum Greifen nahe

Das Frauenteam des Hessischen Ringer-Verbandes e.V. hat bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften mit einer guten Mannschaftsleistung überzeugt und den sechsten Platz erreicht. Der HRV-Auswahlmannschaft gelang dabei einen Sieg gegen die Landesorganisation Saarland mit 22:10. Bei den drei Niederlagen gegen Südbaden (13:20), Württemberg (13:20) und im anschließenden Kampf und Platz 5+6 gegen Berlin (12:23) überzeugte das Team mit sehr guten Einzelleistungen. Besonders im Kampf gegen den neuen Titelträger Württemberg bahnte sich eine kleine Sensation an. Ein Einzelkampf fehlte dem Team Hessen zum Unentschieden.


HRV-Sportmanager Jens Gündling und Landestrainer Peter Weisenberger stimmen ihr Team auf die Kämpfe ein. Foto: Matthias Stockmann
Wie nah das alles zusammenlag, zeigte sich im Kampf um Gold zwischen Württemberg, dem Sieger der Gruppe B und dem Rekordsieger Nordrhein-Westfalen (Sieger Gruppe A). Nach dem letzten Einzelkampf von Olympionikin Aline Focken stand es 16:16 Unentschieden. Die gewonnenen Einzelkämpfe mussten gezählt werden. Hier hatte das Team Württemberg die Nase vorn und sicherte sich völlig überraschend den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters der weiblichen Landesorganisationen.

Das hessische Frauenteam, dass von Jens Gündling (Bundesstützpunkttrainer und Sportmanager) und Peter Weisenberger (Landes-Cheftrainer Freistil) in Rimbach betreut wurde, setzte vor allem in den unteren Gewichtsklassen immer wieder Akzente.

Mit Marla Schäfer (KSV Seeheim) hatte der Verband eine tolle Auftaktringerin in ihren Reihen. Schäfer konnte in vier Begegnungen zweimal die Matte als Siegerin verlassen.

Mit Samira Wissel (RWG Mömbris/Königshofen) und Sophia Roth (KSV Waldaschaff) waren Gündling und Weisenberger voll auf zufrieden. Jeweils zwei Einsätze hatten beide HRV-Ringerinnen. Roth war einmal kampflos und trug um Platz Fünf gegen Berlin einen Schultersieg bei. Wissel war einmal erfolgreich und lag im Kampf gegen Württemberg schon 12:4 gegen Svea Reichmann vorne, ehe Wissel geschultert wurde. „Sowas kann immer passieren. Wir sehen bei Samira eine sehr gute technische Entwicklung. Das ist für die Zukunft entscheidender“ so Sportmanager Jens Gündling.

Ein tolles Turnier rang auch die Seeheimerin Leonie Wolf, die in der Gewichtsklasse bis 46kg eingesetzt wurde. Besonders im Auftaktkampf gegen Südbaden wuchs die Seeheimerin über sich hinaus und besiegte die Deutsche Meisterin Leonie Steigert nach hartem Kampf mit 8:6. Auch die ausgewachsene Saarländerin Jessica Lindner war Wolf gleichstark, musste jedoch dann nach einer unkontrollierten Situation eine Schulterniederlage hinnehmen.

Sara Heininger (RWG Mömbris/Königshofen) war bei ihrem Einsatz im Kampf gegen die Berlinerin Anika Ziller hoch unterlegen und verlor auf Schulter.


Neun Ländermannschaften , darunter das Team des Hessischen Ringer-Verbandes (vorne), kämpften in der Rimbacher Odenwaldhalle um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters der Frauen. Foto: Matthias Stockmann

In der Gewichtsklasse bis 50kg konnte der HRV keine Vertreterin aufstellen. Hier war Anfang des Anna Iuliani geplant, die aber durch ihre fehlenden Trainingseinheiten nicht vom Trainerteam berücksichtigt wurde.

Lokalmatadorin Lisa Eckert (KSV Rimbach) blieb bis zum Platzierungskampf in allen drei Begegnungen ungeschlagen. Sie und das ganze Team wurde von den Rimbachern frenetisch angefeuert. Im letzten Kampf musste Eckert nach starkem Kampf mit 2:11 ihre einzige Niederlage hinnehmen. In dieser Gewichtsklasse war Sharon Hammerschmidt (KSV Michelstadt) Teil des Teams. Sie kam nicht zum Einsatz.

Die HRV-Sportlerin des Jahres 2019 Jenny Hast (RLZ Aschaffenburg) war in der Gewichtsklasse bis 57kg im Team Hessen gesetzt. Im ersten Kampf gegen die Nationalringerin Annika Wendle (Südbaden) noch chancenlos, hatte sie gegen die Saarländerin Leah Bauer einen großen Anteil am Sieg. Hast gewann mit 5:2. Gegen Württemberg und Berlin konnte sie kampflos die Siege einfahren.

In der Gewichtsklasse bis 62kg hatte der HRV mit Elena Sell (TSV Gailbach) eine erfahrene Ringerin in ihren Reihen. Sell wurde gegen Südbaden, Saarland und Württemberg aufgestellt und konnte zwei Siege feiern. Einmal war die Polizeimeisteranwärterin gegen Südbadens Elena Brugger unterlegen. Aber auch Noemi Lerma (KSV Waldaschaff) machte deutlich, dass sie ein wichtiger Teil im Team Hessen ist. Die dritte deutsche Meisterin der Jugend machte ihre Sache gegen Berlin sehr gut und gewann technisch-überlegen.

Marie Trautmann (TSV Gailbach) und Lisa Höflich (KSV Waldaschaff) deckten die 68kg-Klasse ab. Beide hatten in einer sehr stark besetzten Gewichtsklasse jeweils zwei Einsätze. Lisa Höflich verlor gegen die starken Gegnerinnen Schäfle (Südbaden) und Sommermayer (Berlin). Marie Trautmann musste sich gegen Sälzer (Saarland) und Paruszweski (Württemberg) geschlagen geben.

Im schwersten Limit bis 76kg hatte der HRV mit Jasmin Gilberg (RV Haibach) und Anja Telkemeier (AV Alzenau) zwei Ringerinnen im Aufgebot. Gilberg kam vorrangig zum Einsatz und hatte in drei Begegnungen einen Sieg und zwei Niederlagen auf dem Konto. Eine gute Leistung der Haibacherin. Der Einsatz für Anja Telkemeier im Kampf gegen Berlin war aufgrund ihrer guten Trainingsleistungen gerechtfertigt. Sie unterlag allerdings mit 0:15.

Insgesamt hat man eine sehr motivierte Mannschaft des Hessischen Ringer-Verbandes e.V. in Rimbach gesehen. Besonders in den kleinen Gewichtsklassen sind Potentiale zu erkennen, die hoffen lassen. Die Mannschaft hat nach innen und nach außen eine Gemeinschaft gebildet. Mit dem sechsten Platz, dem Sieg gegen Saarland und den Einzelerfolgen war der Trainerteam sehr zufrieden.



Platzierung

Platz 1: Württembergischer Ringerverband
Platz 2: Ringerverband NRW I
Platz 3: Südbadischer Ringerverband
Platz 4: Bayerischer Ringer-Verband I
Platz 5: Berliner Ringerverband
Platz 6: Hessischer Ringerverband
Platz 7: Ringerverband NRW II
Platz 8: Bayerischer Ringer-Verband II
Platz 9: Saarländischer Ringer-Verband

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