Suchen im Archiv 

 Besucher:  
 Benutzername:
 Passwort:



Passwort vergessen?
 
Aktuell Bezirk Darmstadt-Odenwald
26.06.2020 - Keine Verbandsrunde ohne Tests?

Der HRV kann sich eine Verbandsrunde 2020 unter den Bedingungen vorstellen, die der Deutsche Ringer-Bund für die Ringer-Bundesliga formuliert hat (nachzulesen unter Beschlussvorlage zur Durchführung der Bundesliga 2020). HRV-Rechtsausschuss Dieter Lehrian äußert Bedenken. Er hält die Durchführung einer Verbandsrunde in den hessischen Ligen nur unter den Bedingungen des Schutzkonzeptes des Deutschen Fußballbundes bzw. der Deutschen Fußball-Liga für möglich.
"Gestern haben wir das DRB-Konzept bekommen. Wie dort unter Nr. 1 d ausgeführt wird, ist die Saison 2020 nicht durchführbar, wenn regelmäßige / unregelmäßige Testungen der Sportler notwendig sind. Dieser Satz erklärt schon alles.

Zur (möglichst sicheren) Vermeidung des Infektionsrisikos sind Tests unvermeidbar.
Diese Tests sind der Hauptpunkt beim DFB/DFL Schutzkonzept, welches quasi als Corona-Bibel im Sport angesehen und daher von anderen Sportarten kopiert wird, die einen Sportbetrieb durchführen wollen. Der DFB und die DFL führen darin aus, dass und warum diese Tests (mindestens 1 x die Woche bzw. in der Regel 2 x die Woche) erforderlich sind.

Nach der Rechtsprechung gilt für die Amateurligen kein geringerer Maßstab. Ist ja auch richtig, denn die Sportausübung ist im Grunde dieselbe wie in der Bundesliga, nur gibt es beim Amateur eben kein Geld dafür. Sollte man also von diesem Maßstab bzw. diesem gut durchdachten Konzept abweichen und sollte daher ein Corona-Fall mit seinen (ungeahnten) Folgen auftreten, können sich die Verantwortlichen / Entscheider womöglich warm anziehen.

Wegen dieses erheblichen Aufwands (nicht zu leistende Anzahl und Kosten der erforderlichen Tests) und diesem Infektionsrisiko sowie dem rechtlichen Risiko, haben z.B. die Judobundesliga und der Hessische Judoverband sowie auch selbst der Hessische Fußballverband alle Wettkämpfe bis auf weiteres ausgesetzt. In der Hoffnung, die Politik hebt sämtliche Einschränkungen auf.

Zur Klarstellung
Hier ist zwischen dem Trainingsbetrieb und dem Wettkampfbetrieb zu unterscheiden. Seit 11.06.2020 ist unter Beachtung strenger Hygienemaßnahmen wieder Ringen mit Kontakt möglich. Das betrifft aber insbesondere (nur) den Trainingsbetrieb, wo sich im Grunde ständig dieselben Sportler am selben Platz zusammen finden. Hier ist die Situation einigermaßen überschaubar. Und selbst da sollen nicht notwendige Handshakes und/oder Umarmungen zum Eigen- und Fremdschutz unterbleiben.

Die Situation ist bei (offiziellen) Wettkämpfen eine andere. Hier treffen eine größere Anzahl von (fremden = außerhalb des eigenen Vereins stehenden) Sportler an verschiedenen Orten aufeinander und ist damit die Situation / das Risiko eine andere bzw. deutlich weniger überschaubar. Hier gilt ein erhöhter Sorgfaltsmaßstab."
Dieter Lehrian

|  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |