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Aktuell 
29.06.2020 - Hessische Mannschaftssaison 2020 fällt aus
HRV-Vereine entscheiden sich mehrheitlich gegen eine Verschiebung und Durchführung / Neue Fragezeichen in der Bundesliga / Präsident Rothmer und sein Stab enttäuscht über die Abstimmung

Die Fans des Ringens und die hiesigen Athleten müssen zumindest auf Landesebene noch sehr lange auf die nächsten Griffe warten: Die Vereine des Hessischen Ringer-Verbands (HRV) beschlossen auf einer Versammlung am Samstagnachmittag im Ringer-Leistungszentrum Aschaffenburg mehrheitlich die Absage der Saison 2020. Damit wird es im kommenden Herbst und Winter keinen Wettkampfbetrieb in Oberliga, Hessenliga, Landesliga und Verbandsliga geben. Erst Ende August 2021, wenn die Corona-Pandemie überwunden sein könnte, wird auf Landesebene also wieder Mannschaftsringen zu sehen sein.
Rothmer ist enttäuscht
HRV-Präsident Karl Rothmer (Darmstadt) war vom Votum der Vereine enttäuscht. Der Verbandsvorstand hatte sich für die Durchführung der Mannschaftssaison 2020 ausgesprochen, mit Beginn zu einem späteren Zeitpunkt (ab Anfang Oktober statt Ende August) und notfalls auch mit verkleinerten oder neu zusammengesetzten Klassen. Hatte Rothmer vor ein paar Tagen noch auf ein deutliches Ergebnis pro Durchführung gehofft, lief es am Samstag anders: Von 28 Vereinen, die ein bis zwei Aktiventeams für die vier genannten HRV-Ligen gemeldet hatten, stimmten 18 für die Absage der Mannschaftssaison zum jetzigen Zeitpunkt. Lediglich zehn wollten die Chance auf einen Ligabetrieb in diesem Jahr wahren und sich Anfang August für eine erneute Abstimmung zusammensetzen.

Die Gründe der ablehnenden Vereine sind diverse Komplikationen, die sie durch das Corona-Virus gegeben und auch in absehbarer Zeit nicht verschwinden sehen. So stellt sich beispielsweise die Frage, ob und vor allem wie viele Zuschauer die Mannschaftskämpfe in den teils kleinen Hallen besuchen können. Die Ringervereine sind auf Landesebene (und sogar in der Bundesliga) stark von den Eintrittsgeldern abhängig. Dies gilt in diesen Zeiten, da das Geld wegen des allgemeinen Wirtschaftseinbruchs bei vielen Sponsoren ebenfalls nicht locker sitzt, umso mehr.

Manche Vereine sehen sich auch davon überfordert, in Eigenregie ein Hygienekonzept zu erstellen. Der Verband wiederum lehnt es ab, dies für die Vereine zu übernehmen, weil ein Konzept an die teils sehr unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten angepasst sein muss. Auch Schwierigkeiten bei der Buchung der Sporthallen, die oft der Kommune oder dem Landkreis gehören, sahen einige Vereine im Falle einer Saisondurchführung mit neuen Kampfterminen auf sich zukommen.

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