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Aktuell Bezirk Darmstadt-Odenwald
27.09.2020 - Beide Rimbacher Mannschaften obenauf

Das Duell der nationalen Spitze im Nachwuchsbereich zwischen Julian Zinser (hinten) und Nico Tauber ging deutlich an den Rimbacher. Fotos: Marion Stein

Endlich wieder Ringen. Nachdem sich die Ringerfans infolge der Corona-Krise über sechs Monate in Abstinenz üben mussten, konnten in der Rimbacher Odenwaldhalle wieder die Mattenfüchse bestaunt werden. Der KSV Rimbach konnte den TSV Gailbach für einen sogenannten Fightday gewinnen, eine Veranstaltung, in der die Ober- und Hessenligamannschaften beider Teams gegeneinander antraten. Das Duell der Oberliga-Teams ging mit 17:11 an Rimbach und die zweite Garnitur der Odenwälder setzte sich mit 31:0 durch.
So deutlich wie der 17:11-Sieg des KSV Rimbach auf den ersten Blick erscheint, war die Sache nicht. Vor dem letzten Einzelkampf war für die Gäste aus Gailbach noch ein Remis drin. Dafür hätte der bundesligaerfahrene Ilhan Myumyunov aber vier Zähler einstreichen müssen. Diese Möglichkeit schien im ersten Durchgang gegeben, denn da führte der Gästeringer mit 3:0. Im zweiten Durchgang drehte Rimbachs Radian Sebestyen auf, verkürzte auf 2:3 und ging mit einer herrlichen Schleuder in Führung, die er dann noch auf 9:3 ausbauen konnte. "Das war das Sahnehäubchen auf einen guten Kampf", kommentierte HRV-Sportmanager Jens Gündling im Sport-Deutschland Live-stream die gelungene Aktion des Ungarn.

Was wäre gewesen, wäre dieser Kampf ein regulärer Mannschaftskampf gewesen? Für die Beurteilung dieser Frage taugt der Freundschaftskampf nicht. Gailbach trat mit drei Gastringern an und auch Rimbach bot nicht seine stärkste Formation auf. Die Gailbacher Gastringer Sinan Kayakiran (KSC Hösbach) und Hossein Alizadeh (ASV Ladenburg) holten sechs der elf Gästezähler. Kayakiran hatte allerdings großes Glück, dass er nach einem blitzsauberen Kopfhüftzug von Marc Janske nicht auf beide Schultern gedrückt wurde. Nach dem Hallowach-Signal gelang Kayakiran aber noch ein 11:5-Punktsieg. Der dritte Gailbacher Gastringer Jonas Trautmann (ASV Schaafheim) musste sich dem Rimbacher Zweitmannschaftsringer Tim Weber hingegen mit 2:9 geschlagen geben.

Mit Spannung wurden die Kämpfe in den beiden leichtesten Gewichtsklassen erwartet, wo sich die nationale Elite im Nachwuchsbereich gegenüberstand. Am Ende wurde es aber eine klare Sache für die Rimbacher Akteure. Lasse Schuldt schulterte Finn Köth nach 6:0-Führung und Julian Zinser punktete Nico Tauber praktisch mit dem Schlussgong mit 20:4 aus. Überraschend auch der Ausgang im Limit bis 86 kg, in dem der Rimbacher Freistilspezialist Daniel Seibold stilartfremd seinen Kontrahenten Stefan Sigler nach knapp zwei Minuten mit 16:0 auspunktete. Dass die Trauben in der Oberliga hoch hängen, musste Rimbachs Neuzugang Stefan Eperechi erfahren. Das Nachwuchstalent aus der Talentschmiede des VfL Wolfhagen lag 0:9 zurück, als er von Dima Strah geschultert wurde.


Der Rimbacher Lasse Schuldt drückte Finn Köth auf beide Schultern.


Freistilspezialist Daniel Seibold (oben) war auch stilartfremd im klassischen Stil nicht zu bezwingen.

Klare Verhältnisse gab es im Zweitmannschaftskampf, der mit 31:0 an die Gastgeber ging. Beide Mannschaften hätten in dieser Saison gemeinsam in der Hessenliga gerungen und da hätte es der TSV Gailbach in der Aufstellung vom Fightday in Rimbach schwergehabt.


Marcel Eckert (links) erzielte im Kampf gegen Jorji Koja die letzte Wertung zum 5:5 und sorgte dafür, dass der KSV Rimbach II alle neun Einzelkämpfe gewann.

Allen Widrigkeiten der Coronakrise zum Trotz hat der KSV Rimbach mit dem Fightday Pionierarbeit betrieben. "Wir sind zufrieden, es hat alles gut geklappt", bemerkte Vereinsvorsitzender Stefan Eckert und fügte hinzu: "Es ist eine neue Situation, wir müssen erst lernen damit umzugehen. Für´s erste Mal war es okay." Endlich wieder in den Wettkampfmodus zu kommen, das war die Hauptmotivation des Fightday, das Ergebnis war für die Rimbacher Verantwortlichen zweitrangig. Sie könnten sich aber eine Wiederholung vorstellen, wenn es denn die Infektionszahlen erlauben. Was es dann braucht, benannte Rimbachs Kai Schmitt im Video-Livestream: Eine Genehmigung der Örtlichen Behörden und ein Verein der das Abenteuer mitmachen möchte.
hg

Ergebnisse

KSV Rimbach – TSV Gailbach 17:11
57 F: Lasse Schuldt – Finn Köth 4:0 (SS 6:0), 1:53 min
130 F: Tim Weber – Jonas Trautmann 2:0 (9:2)
61 F: Julian Zinser – Nico Tauber 4:0 (TÜ 20:4), 6:00 min
98 G: Laszlo Antunovits – Manuel Schlereth 2:0 (4:2)
66 G: Marc Janske – Sinan Kayakiran 0: 2 (5:11)
86 G: Daniel Seibold – Stefan Siegler 4:0 (TÜ 16:0), 1:59 min.
71 F: Kamil Gamla – Hossein Alizadeh 0:4 (TÜ 2:18), 4:04 min
80 G: Dominik Bauer – Christian Schöfer 0:1 (1:2)
75 F: Stefan Epereschi – Dima Strah 0:4 (SN 0:9), 4:34 min
75 G: Radian Sebestyen – Ilhan Myumynov 2:0 (9:3)
Zuschauer: 220
Kampfrichter: Karl-Peter Schmitt

KSV Rimbach II – TSV Gailbach II 31:0
57 G: Samir Muharem – Fadi Hadri 4:0 (SS 17:4), 1.21 min
130 G: Azar Nezivov – Christopher Vaida 4:0 (SS 4:0), 0:36 min
61 F: Dennis Ludwig – Delyar Omar 4:0 (SS 14:5), 4.38 min.
98 G: Marlo Kirschenstein – Heiko Müller 2:0 (4:1)
66 G: Kelvin Täumert – Hamed Hadri 4:0 (TÜ 18:2) 5:25 min
86 F: Erik Schwab – Abdul Madid Niazi 4:0 (SS 4:0) 0:46 min
71 F: Arda Nas – Fränk Sollmann 4:0 (TÜ 16:0), 4:28 min
80 G: Jan Schwab – Batuhan Tütüncü 4:0 (SS 14:1), 2:07 min
75 G: Marcel Eckert – Jorgji Kola 1:0 (5:5)
Zuschauer: 220
Kampfrichter: Karl-Peter Schmitt

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