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Leistungssport
08.01.2018 - Informationen zum neuen internationalen Regelwerk
Die UWW hat zum 01.01.2018 die Ringkampfregeln geändert. Diese Änderungen werden erstmalig bei den Bezirks- und Landesmeisterschaften, sowie beim Kaderturnier in Bindlach zur Anwendung kommen.
Griechisch-Römischer Stil
IM GR-Stil sollen die Ringer, die offensiv ringen und mehr Aktivitäten initiieren stärker belohnt werden. Ein "negatives" Ringen und die Passivität werden strenger sanktioniert.
• Die Ringer haben den Kampf mit offener Haltung einzunehmen, um Grifffassungen und Technik-Ausführungen selbst durchzuführen bzw. diese zu ermöglichen.
• Angreifende Ringer, die Techniken ausführen, werden nicht mit Passivität bestraft, sondern vielmehr bevorzugt behandelt.
• Ein "negatives" Ringen, in dem die Ringer deutlich blockieren, den Kontakt verhindern, eine Griff- oder Mattenflucht begehen, Finger fassen, Kopf auf die Brust legen, den Gegner offensichtlich „pushen“ (weg stoßen) oder sich dem aktiven Ringkampf deutlich entziehen werden nach einer verbalen Ermahnung direkt mit einer Verwarnung und 1 Punkt für den Gegner bestraft.
• Eine Brutalität oder eine Mattenflucht werden ohne Ermahnung direkt bestraft.
• Die Kampfrichter/-innen werden angehalten ein "negatives" Ringen direkt zu unterbinden und sie sollen gegen das "negative" Ringen konsequent vorgehen.
• Der GR-Stil soll dem Publikum wieder positiv präsentiert werden, damit man wieder die Vielseitigkeit an Techniken und Aktionen auf der Matte erleben kann. Taktisches Verhalten im Kampf und das "Nichtangreifen" kann und darf nicht mehr belohnt werden.
• In jeder Kampfrunde kann man maximal eine Bodenlage wegen Passivität anordnen, die durch den Kampfrichter/-in ausgesprochen wird. Bei einer ausgesprochenen Passivität erhält der Gegner einen technischen Punkt und die Wahl zwischen Stand-und Bodenkampf. Der Untermann muss sich bei der angeordneten Bodenlage direkt auf den Bauch legen (Hände nach vorne), der Obermann kniet auf der Seite und muss beide Hände auf die Schultern legen (siehe Bild).
• Die erste Passivität darf nicht vor 2:00 Minuten und die zweite Passivität nicht vor 4:30 Minuten ausgesprochen werden. Eine angeordnete Bodenlage kann nur bei der ersten und zweiten Passivität erfolgen. Eine mögliche dritte Passivität (evtl. auch mehr) wird nur mit einem Punkt ausgesprochen und der Kampf wird dabei ohne Unterbrechung im Standkampf fortgesetzt. Wurde in der ersten Kampfrunde keine angeordnete Bodenlage ausgesprochen, können in der zweiten Runde (als Ausnahmefall) auch zwei Bodenrunden erfolgen. Der Standkampf soll mehr Bedeutung erhalten und die Ringer sollen nach Möglichkeit, ohne das Einwirken durch das Kampfgericht, selbst Punkte erkämpfen und den selbst erzielten Bodenkampf bzw. Schultersieg als oberste Priorität/Ziel haben.
• Für die Passivität gelten folgende Kriterien:
a) der Kampf steht Unentschieden und ein Ringer ist deutlich aktiver als sein Gegner
b) Ein Ringer führt und sein Gegner ist zu passiv.
c) Sonderfall: nach 2:00 min steht der Kampf noch 0:0 => direkt nach 2:00 min muss eine Passivität ausgesprochen werden (beachte: keine laufende Aktion unterbrechen)
Dies bedeutet, dass ein nach Punkten führender Ringer nicht durch Passivität bestraft werden darf.
Ringer ohne Aktivität haben kein Recht darauf, mit einer Passivitätsentscheidung belohnt zu werden. Die Ringer müssen offensichtlich Angreifen, Kontakt aufnehmen und versuchen Techniken und Griffe auszuführen. Im Drei-Mann-Kampfgericht muss der Mattenpräsident die Passivität immer bestätigen.

Passivitätsprozedur im Griechisch-Römischen Stil
1.Passivität
• Nicht vor 2:00 Minuten (Beachte den o. a. Sonderfall)
• Mattenpräsident bestätigt die Passivität
• 1 Punkt für den Gegner
• Wahl für Stand- oder Bodenkampf
• Sollte in der 1. Runde keine Passivität ausgesprochen worden sein, dann kann die 1. Passivität auch in der 2. Runde vor Ablauf von 4:30 Minuten ausgesprochen werden

2. Passivität
• Nicht vor 4:30 Minuten
• Mattenpräsident bestätigt die Passivität
• 1 Punkt für den Gegner
• Wahl für Stand- oder Bodenkampf

3. und jede weitere Passivität
• Mattenpräsident bestätigt die Passivität
• 1 Punkt für den Gegner
• Der Kampf wird ohne Unterbrechung im Standkampf fortgeführt

Für den Kadettenbereich gilt - steht der Kampf nach der 1. Periode noch 0:0 ist spätestens bis zur Kampfzeit von 2:30 Minuten zwingend eine Passivität auszusprechen. Auf weitere Bodenlagen (z.B. analog zu den Junioren und Senioren) soll verzichtet werden. Damit gibt es in der ersten Runde bei den Kadetten keine Bodenlage!


Angeordnete Bodenlage (Neu - auch für alle Stilarten im Freistil und weiblichen Ringkampf)

Gilt ebenfalls für alle Stilarten:
• Alle Verwarnungen werden nur noch mit einem Punkt bestraft
• Die Kampfzeit wird international beginnend von 6:00 Minuten auf null gezählt (evtl. auch im DRB)
• International wird ein 2-Tage-Wettkampfformat eingeführt. Am Vorabend erfolgt die Auslosung.
a) Am ersten Wettkampftag erfolgt das Wiegen, die medizinische Kontrolle sowie die Qualifikations- bzw. Eliminierungskämpfe.
b) Am zweiten Wettkampf findet das Wiegen mit 2 kg Toleranz (gilt nur für 2018) sowie die Repechage-Kämpfe und die Finalkämpfe statt.
• Internationale Wettkampfsysteme
a) Bei max. nur 5 Ringer/-innen pro Gewichtsklasse wird im „Nordischen-System“ (Jeder gegen Jeden) gerungen
b) Bei 6 – 7 Ringer/-innen pro Gewichtsklasse werden zwei Pools gebildet. Hier ringt Jeder gegen Jeden. Danach findet ein Halbfinale statt. Sieger Gruppe A gegen den Zweiten der Gruppe B und Sieger Gruppe B gegen Zweiten der Gruppe A. Die Finalisten kämpfen um Platz 1+2. Die Verlierer des Halbfinales um den 3. Platz.

Bericht der UWW in deutscher Fassung

Auf der UWW-Seite steht die gesamte Präsentation (mit Videos) in Englisch zum download bereit.
Link zur UWW-Seite

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