Suchen im Archiv 

 Besucher:  
 Benutzername:
 Passwort:



Passwort vergessen?
 
Deutsche Meisterschaften A-Jugend 2002 Freistil 2002 
12.04.2002
Deutsche Meisterschaften A-Jugend 2002 Freistil
Ausrichter SC Siegfried Kleinostheim
Halle Maingauhalle
Beschreibung Zeitplan:

Freitag:

18.00 Uhr Eröffnungsveranstaltung
18.30 Uhr 1. Ausscheidungsrunde

Samstag:

9.00 Uhr Ausscheidungsrunden
14.00 Uhr Ausscheidungsrunden
18.00 Uhr Ausscheidungsrunden

Sonntag:

9.00 Uhr Finalkämpfe der Plätze 3 und 5
10.30 Uhr Finalkämpfe um Platz 1
Bericht Peter Weisenberger wurde in Kleinostheim Deutscher Meister der A-Jugend im freien Stil. Vor heimischem Publikum holte Weisenberger seinen insgesamt siebten Deutschen Meistertitel in seiner noch jungen Karriere. Das größte Freistiltalent nach Alexander Leipold dominierte die Konkurrenz nach Belieben und schaukelte in einem taktisch geführten Finalkampf gegen den Bayern Martin Preiß (Hof) einen nie gefährdeten 5 : 0-Punktsieg nach Hause. Die Rundenkämpfe beendete Weisenberger alle vorzeitig, so erdrückend war die Überlegenheit des Blondschopfs. "Das ist ein Juwel" lobte Bundestrainer Jörg Helmdach den Kleinostheimer und riet ihm zu einem Wechsel in die Bundesliga. "Peter muss die Herausforderung suchen, damit er sich weiterentwickeln kann." Peter Weisenberger wurde als technisch bester Ringer des Kleinostheimer Turniers ausgezeichnet.
Nicht nur der Erfolg von Peter Weisenberger gab Vater Gerhard, dem hessischen Landestrainer, Grund zum Feiern. Zwei Medaillen proklamierte Weisenberger als Minimalziel für die HRV-Auswahl. Am Ende wurden es acht und ein ausgezeichneter zweiter Rang in der Länderwertung hinter Bayern und vor Südbaden. Ganz überragend die Klasse bis 46 kg, in der die HRV-Mannschaft einen Dreifacherfolg feierte. Im Finale setzte sich Marcel Fornoff (Münster) gegen Michael Schneider (Seeheim) durch und das kleine Finale entschied Matthias Gerlach (Gailbach) zu seinen Gunsten. Fornoff warf seine körperliche Überlegenheit in die Waagschale, aber dem amtierenden DRB-B-Jugendmeister Michael Schneider gehört die Zukunft. "Ein großes Talent", schwärmte Jörg Helmdach.
Neben Schneider errang Christian Kotschner eine Silbermedaille. Der Kleinostheimer rang ein famoses Turnier, sorgte aber immer wieder für Nervenkitzel. In den Rundenkämpfen galt es erst einmal aufzuwachen und Rückständen hinterher zu laufen. Kotschner erledigte diese Aufgabe mit Bravour und zog verdientermaßen ins Finale der Klasse bis 50 kg ein. Angstgegner Dennis Langner (Rostock) war dem Kleinostheimer körperlich überlegen, der 8 : 2-Erfolg des Rostockers entsprach aber nicht ganz den wahren Kräfteverhältnissen.
Ein gutes Ergebnis auch für Philipp Glaser (Mömbris-Königshofen), der Bronze in der Klasse bis 85 kg gewann. Das kleine Finale gegen Felix Jeske (Luckenwalde) beendete der RWG-Athlet mit einem Schultersieg. Es hätte aber auch gut mehr sein können. Gegen Sebastian Clausnitzer (Nürnberg) war Glaser einen Augenblick unaufmerksam und das wurde bitter bestraft: Schulterniederlage bei lediglich 0 : 1-Rückstand. Ein Klasseturnier rang auch Tobias Jung (Kleinostheim), der in der starken 69-kg-Klasse einen guten fünften rang belegte. Jung bezwang im Kampf um Platz 5 Thomas Knosp, den Sohn der Ringerlegende Martin Knosp, mit 3 : 2-Punkten. Gerhard Weisenberger bescheinigte Jung eine große Zukunft, der B-Jugendringer hat sein Potential noch längst nicht ausgeschöpft.
Bei den Titelkämpfen in Kleinostheim setzten sich insbesondere die B-Jugendringer, die mit einer Sondergenehmigung des Bundestrainers rangen, in Szene. Was für die Zukunft hoffen lässt, ist für die aktuellen A-Jugendjahrgänge wenig schmeichelhaft. Den Schub in der B-Jugend führt Bundestrainer Jörg Helmdach auf die verbesserten und abgestimmteren Trainingsmaßnahmen zurück. Helmdach kritisierte, in der Vergangenheit habe es zuwenig Abstimmungen zwischen DRB-, Länder- und Vereinsmaßnahmen gegeben. Jetzt sei ein Lichtblick erkennbar und das habe der Deutsche Ringer-Bund bitter nötig. "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, es ist dringend erforderlich, dass wir wieder einmal einen Schritt nach vorne machen." Internationale Einstiegsklasse sind die Kadetten, die im nationalen Bereich sich aus der A- und B-Jugend rekrutieren. Mit den erfolgreichen B-Jugendlichen kann Helmdach drei Jahre lang arbeiten und das eröffnet auch Perspektiven für den Juniorenbereich.
Wettkampfleiter Detlef Englich vom Jugendausschuss des Deutschen Ringer-Bundes lobte das Kleinostheimer Turnier. Das sportliche Niveau sei gut gewesen und organisatorisch habe Kleinostheim schon zum fünften Mal bei der Ausrichtung Deutscher Meisterschaften geglänzt. "Der Verein hat sich für weitere nationale Großveranstaltungen empfohlen", zog Englich das Fazit der Veranstaltung in der Maingauhalle.
Ergebnisse 46 kg:
1. Marcel Fornoff (FSV Münster)
2. Michael Schneider (SC Kleinostheim)
3. Matthias Gerlach (TSV Gailbach)

50 kg:
1. Dennis Langner (PSV Rostock)
2. Christian Kotschner (SC Kleinostheim)
3. Stefan Aschauer (TSV Berchtesgaden)
7. Markus Plodek (AV Schaafheim)

54 kg:
1. Thomas Sedlmeier (SV Hallbergmoos)
2. Yücksel Dincay (KSV Köllerbach)
3. Juir Baron (TSV Immenhausen)
4. Martin Daum (KSV Seeheim)
8. Klaus Maier (AC Goldbach)

58 kg:
1. Mohammed Soltani (TSV Trostberg)
2. Oliver Schadewaldt (PSV Rostock)
3. Geoffrey Herrmann (SV Berlin)
7. Benjamin Fleckenstein (TSV Gailbach)

63 kg:
1. Peter Weisenberger (SC Kleinostheim)
2. Martin Preiß (ASV Hof)
3. Stefan Koch (SC Anger)

69 kg:
1. Florian Dörfler (ASV Hof)
2. Marcel Redmann (SV Berlin)
3. Halaf Cakmak (AC Heusweiler)
5. Tobias Jung (SC Kleinostheim)

76 kg:
1. Stefan Kehrer (KSV Ketsch)
2. Daniel Ringwald (KSV Berghausen)
3. Martin Koch (SC Anger)

85 kg:
1. Dominique Endres (KSV Linzgau Taisersdorf)
2. Sebastian Clausnitzer (SV Nürnberg)
3. Philipp Glaser (RWG Mömbris-Königshofen)

97 kg:
1. Peter Himbert (KSV Köllerbach)
2. Felix Hagenbruch (ASV Kornwestheim)
3. Dirk Reitzig (KSV Magdeburg)
7. Christian Lombardi (StRV Kahl)

120 kg:
1. Klaus Mertes (KSV Klarenthal)
2. Manfred Ortner (SC Anger)
3. Marc Schmitz (KSK Neuss)

Länderwertung:
1. Bayern (110 Punkte)
2. Bayern (93 Punkte)
3. Südbaden (54 Punkte)


|  Impressum  |  Datenschutzerklärung  |