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Hessenmeisterschaften 2010 Männer (Freistil)
06.02.2010 Hessenmeisterschaften (Freistil)
Stilart Freistil
Altersklasse Männer
Ausrichter ASC Ober-Ramstadt
Halle Ballsporthalle
Adresse Dieselstraße, 64372 Ober-Ramstadt
Beschreibung

Ausschreibung

Meldeliste HLM 2010

Bericht


Die Hessenmeister 2010 der Männer im freien Stil mit Veranstaltungsleiter Roland Görisch und dem Ober-Ramstädter Vorsitzenden Willi Dietrich. Auf dem Foto fehlt Kai-Oliver Görisch, der wegen einer Verletzung ins Krankenhaus musste.

Die hohen Erwartungen an die Hessenmeisterschaften der Männer im freien Stil in Ober-Ramstadt wurden teilweise enttäuscht. Zum einen, weil von 95 gemeldeten Ringern nur 62 die Kämpfe um die Medaillen aufnahmen und zum anderen weil auch einige Spitzenkönner fehlten. "Das ist schwach", kommentierte Peter Pimpl, Vizepräsident Sport des Hessischen Ringer-Verbandes, die Beteiligung und präzisierte: "Da fehlen vier Spitzensportler und in der Masse weitere 35 Athleten." Den Vogel schoss die RWG Mömbris/Königshofen ab. Der Erstligist hatte für den Männerwettbewerb sechs Ringer aus seinen Erst- und Zweitligamannschaften gemeldet und brachte keinen einzigen an den Start.

Dennoch wollte Pimpl nicht von einem schlechten Wettbewerb sprechen, denn mit Eduards Kucepalovs, Martin Daum (beide KSV Seeheim), Simon Pilzweger (SC Großostheim), Sascha Büchner, Gabriel Seregelyi (beide AC Goldbach) und Marcus Plodek (TSV Gailbach) fanden Bundesligaringer den Weg nach Ober-Ramstadt und verhalfen den Landesmeisterschaften zu einigem Glanz. "Vor diesen Athleten ziehe ich mein Hut", bekundete Peter Pimpl Respekt.
Daum, Pilzweger und Büchner bescherten der Klasse bis 66 kg ein Format von Deutschen Meisterschaften. Der Seeheimer Martin Daum machte schließlich das Rennen. In einem dramatischen Finale bezwang er Simon Pilzweger mit 1:0 und 4:3. Sascha Büchner, der im Pool gegen Pilzweger denkbar knapp mit 0:1 und 0:1 unterlag, schulterte im kleinen Finale Klaus Maier (AC Goldbach) und holte Bronze.

Im Mittelgewicht boten der für Köllerbach in der Bundesliga ringende Gabriel Seregelyi und der für Hof startende Marcus Plodek ein hochklassiges Finale. Beide legten erst richtig los, wenn niederklassig ringende Athleten schon längst einen Punkt abgeschrieben haben. Obwohl Seregelyi beide Runden mit nur 1:0 gewann, gab es Aktionen zuhauf.

Eine handfeste Überraschung gelang Jens Steiniger (ASV Schaafheim), der in der Klasse bis 60 kg den favorisierten Bundesligaringer Eduards Kucepalovs schulterte. Im ersten Durchgang sah es noch nicht danach aus. Dort dominierte der Seeheimer Bundesligaringer und gewann sicher mit 6:2. Mit einer riskanten Aktion brachte er sich in der zweiten Runde in die gefährliche Lage. Jens Steiniger nahm dankend an und machte den Sack zu. Zuvor hatte Kucepalovs den Deutschen A-Jugendmeister Tim Müller (KSC Hösbach) sicher mit 4:0 und 5:0 bezwungen.

In der teilnehmerstärksten Klasse bis 66 kg lagen Quantität und Qualität ein Stück auseinander. Dem Gailbacher Marcel Fornoff konnte niemand das Wasser reichen, kein Kontrahent kam über die Zeit. So auch Yannick Bernstein (SC Großostheim) im Finale, der die erste Runde mit 0:6 abgab und im zweiten Durchgang beim Stande von 0:5 auch noch eine Schulterniederlage quittieren musste.
Ein ganz enges Rennen gab es in der Vereinswertung. Hinter Sieger TSV Gailbach folgen mit Seeheim, Goldbach und Schaafheim drei punktgleiche Teams. Seeheim belegte Rang zwei, weil es eine Silbermedaille errang. Goldbach und Schaafheim liefen bis auf die Platzierungen gleichzeitig durchs Ziel und wurden deshalb gemeinsam auf Platz drei gesetzt.

Ergebnisse



Martin Daum (blau) gewann das Finale in der Klasse bis 74 kg gegen Simon Pilzweger.


Jens Steiniger (blau) schulterte Eduards Kucepalovs und wurde Hessenmeister in der Klasse bis 60 kg.


Gabriel Seregelyi (blau) setzte sich in einem engen Fight gegen Marcus Plodek durch und holte sich den Titel in der Klasse bis 84 kg.


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