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Deutsche Meisterschaften 2015 B-Jugend (Griechisch-Römisch)
13.03.2015
Deutsche Meisterschaften (Griechisch-Römisch)
Stilart Griechisch-Römisch
Altersklasse B-Jugend
Ausrichter KSV Rimbach
Halle Odenwaldhalle
Adresse Kleiststraße 3, 64668 Rimbach
Bericht
Die beiden Bronzemedaillengewinner des Hessischen Ringer-Verbandes Alexander Vorobyev (zweiter von links) und Jannick Buchheimer mit den Landestrainern Philipp Wissel (links) und Bengt Trageser (rechts). Fotos: Helmut Gasper


Jannick Buchheimer (rot) gewann die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 34 kg.


Klare Sache für Alexander Vorobyev im kleinen Finale der Klasse bis 50 kg. Der Arheilger schulterte Nikita Modowzew.


Mit Finn Strohmer (rot) und Marc Jung kämpften zwei HRV-Sportler Rang fünf in der Klasse bis 38 kg aus. Jung gewann mit 2:1.


Philipp Reising (rot) nutzte seine Chancen gegen Magomed Emi Aliev nicht konsequent genug und musste mit Rang sieben im Limit bis 38 kg Vorleib nehmen.

Mit vier bis fünf Medaillen rechnete Landestrainer Bengt Trageser bei den Deutchen Meisterschaften der B-Jugend im griechisch-römischen Stuil, die in Rimbach ausgetragen wurde. Am Ende reichte es für zwei bronzene Plaketten durch Jannick Buchheimer (ASV Schaafheim) und Alexander Vorobyev (SG Arheilgen) und Rang sechs in der Länderwertung. Beide waren allerdings nicht vom Glück begünstigt, verpassten nur mit viel Pech das Finale und hätten durchaus auch als Deutscher Meister die Rimbacher Odenwaldhalle verlassen können.

Jannick Buchheimer (ASV Schaafheim) verlor den Auftaktkampf beim Stande von 6:6 gegen Lukas Laible (SG Weilimdorf), weil dieser die letzte Wertung erzielt hatte. Während Buchheimer dann gegen Joel von Loefen (KSV Ketsch) klar mit 18:3 gewann, hatte Laible gegen eben diesen von Loefen sieben Sonnen, als er erneut bei 9:9-Gleichstand aufgrund der zuletzt erzielten Wertung gewann. In den beiden Kämpfen gegen Buchheimer und von Loefen war Laible der passivere Ringer, der aber dennoch ins Finale einzog, weil die Kampfrichter sich kaum einmal zu einer Verwarnung hinreißen ließen. Jannick Buchheimer hielt sich derweil im kleinen Finale schadlos, als er Maxim Malzew (Ac Gutach-Bleibach) mit 21:12 abblitzen ließ.

Ähnlich wie Buchheimer erging es Alexander Vorobyev (SG Arheilgen), der sich im Kampf gegen Lucas Rosport zu Beginn eine "Vier" aufdrücken ließ. Danach setzte nur noch Vorobyev die Akzente. Es reichte noch zum 4:4-Ausgleich und es hätte zu noch mehr reichen müssen, wenn die Kampfrichter das äußerst passive Abwehren von Rosport einmal geahndet hätten. "Das war so unverdient wie sonst was", regte sich HRV-Delegationsleiter Markus Schröder auf und HRV-Trainer Bengt Trageser wetterte: "Ich muss von der Matte weg, sonst fliege ich heute noch aus der Halle." Kritik setzte es auch von HRV-Vizepräsident Karl Rothmer. Rothmer verwies auf die bisherige Praxis, nach der im Pool gerungen wurde, bis nur noch zwei Ringer übrig bleiben. Poolsieger war dann der Ringer mit den meisten Punkten und das wäre in diesem Fall Alexander Vorobyev gewesen. Alexander Vorobyev nahm die falsche Entscheidung mit großer Gelassenheit und Fairness und bewies im kleinen Finale mit einem Schultersieg über Nikita Mordowzew (SV Dörpen), dass er der stärkste Ringer in der Klasse bis 50 kg war.

Nicht gerade vom Glück begünstigt war auch Lokalmatador Finn Strohmer (KSV Rimabch), der ein famoses Turnier rang, im Pool nur eine Niederlage hinnehmen musste und dennoch nur den Platzierungskampf um Rang fünf erreichte. Dabei erlebte Strohmer, dass ein Freilos auch einmal ein Nachteil sein kann. Die drei Poolersten besiegten sich gegenseitig. Während Finn Strohmers Freilosrunde punkteten Michael Janot (SC Nürnberg) und Jannis Hug (WKG Weitenau-Wieslet) kräftig und belegten die Poolplätze eins und zwei. Es blieb nur der Kampf um Platz fünf, den der Rimbacher gegen seinen HRV-Teamkollegen Marc Jung (KSV Seeheim) mit 1:2 verlor. Während Finn Strohmer realistische Chancen auf die Finalteilnahme hatte, war für Marc Jung nach Niederlagen gegen den späteren Meister Tim Scheid (SVG Nieder-Liebersbach) und den Dritten Magomed Emi Aliev (KSK Neuss) der Fianlzug abgefahren. Dennoch konnte Marc Jung aber nach Ansicht von Trainer Bengt Trageser gerade in diesen Kämpfen überzeugen.

Obwohl es nur zu zwei Medaillen reichte, war Bengt Trageser mit den Leistungen seiner Mannschaft zufrieden. Der Landestrainer verwies auf die Tatsache, dass viele Athleten das erste Mal bei einer Deutschen Meisterschaft dabei waren und dass zehn seiner vierzehn Athleten eine Platzierung unter den zehn Besten erreicht hätten.

Der KSV Rimbach glänzte bei der Ausrichtung der Deutschen B-Jugendmeisterschaften mit einer hervorragenden Organisation. "Das waren gut organisierte und stimmungsvolle Meisterschaften", lobte der Veranstaltungsleiter – DRB-Jugendreferent Klaus Blank – und Nachwuchsbundestrainer Maik Bullmann hieb in die gleiche Kerbe: "Das waren tolle und sehr angenehme Meisterschaften, das hat Spaß gemacht." Viel Zustimmung erfuhr auch für das Wettkampfbüro des Bezirks Darmstadt/Odenwald, das mit Harald und Patrick Herbert, Sonja Virag und Thomas Steiniger besetzt war. "Das war das beste Wettkampfbüro, das ich bisher erlebt habe", lobte etwa Mirko Englich Olympia-Silbermedaillengewinner von Peking.
hg


Das HRV-Team in Rimbach mit Delegationsleiter Markus Schröder, den Trainern Philipp Wissel und Bengt Trageser und den Kampfrichtern Ramona Scherer und Jeffrey Spiegel.

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