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Deutsche Meisterschaften - Männer - Griechisch-römischer Stil 2004 Männer (Griechisch-Römisch)
19.03.2004
Deutsche Meisterschaften - Männer - Griechisch-römischer Stil (Griechisch-Römisch)
Stilart Griechisch-Römisch
Altersklasse Männer
Ausrichter RG Lahr
Halle Hallensportzentrum
Adresse Martin-Luther-Straße 22, 77933 Lahr
Bericht "Eine Medaille" war das Minimalziel des Hessischen Ringer-Verbandes bei den 91. Deutschen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil, die im südbadischen Lahr ausgetragen wurden. Die Vorgabe wurde mit der Bronzemedaille durch Philipp Wissel (RWG Mömbris-Königshofen) realisiert.

Philipp Wissel präsentierte sich in ausgezeichneter Verfassung, marschierte souverän durch die Poolkämpfe, bezwang Mijo Prijorec im Viertelfinale in abgeklärter Manier und scheiterte im Halbfinale knapp an Max Schwindt. Auch im kleinen Finale setzte Wissel die Akzente, konnte zunächst aber nicht punkten. Beim Halbzeitstand von 0 : 0 wurde Zwiegriff angeordnet und da bewies der RWG-Ringer, dass er diese Technik beherrscht. Mit einem kapitalen Wurf beförderte er Ibrahim Mavua Kazai (KSV Hürth-Efferen) in die gefährliche Lage, aus der es kein Entrinnen mehr gab.

"Wir können mit den gezeigten Leistungen zufrieden sein", so bewertete Leistungssportreferent Toni Kunkel vom Hessischen Ringer-Verband den Auftritt seiner Ringer in Lahr. Dafür zeichnete nicht nur Philipp Wissel verantwortlich. Bengt Trageser schrammte knapp an Edelmetall vorbei und fast alle Ringer erzielten zumindest einen Sieg und waren damit mehr als nur Zählkandidaten.

Bengt Trageser bot eine ausgezeichnete Leistung, das Aus im Viertelfinale gegen Michael Böh (SV Weingarten) war mehr als unglücklich. Der RWG-Athlet hielt das Ergebnis bis zur letzten Minute offen, er war sogar der aktivere Ringer. Wo das Kampfgericht die Zweierwertung zum 4 : 2 herholte, war vielen in der Halle schleierhaft.

Auch für Daniel Grünewald (RWG Mömbris-Königshofen) war mehr drin. Im Auftaktkampf fand er gegen den kantigen Reinhard Hogger (SC Anger) lange keine Einstellung und unterlag mit 3 : 6. Der 11 : 1-Sieg gegen Fabian Jänicke war nur noch Ergebniskosmetik.

Etwas enttäuschend der Auftritt von Michael Carl. Trotz bester Möglichkeiten unterlag der RWG-Ringer Juri Witt (RKG Freiburg 2000) mit 0 : 4. Die Chancenauswertung von Carl ist unzureichend. Juri Witt musste mehrfach in der Bodenlage, Punkte waren aber Fehlanzeige. Beim Stande von 0 : 0 wurde zu Beginn der 2. Halbzeit Zwiegriff angeordnet und Michael Carl durfte sogar fassen. Die Punkte gingen aber Witt und das gleich vier an der Zahl.

Damian Patalong knüpfte nicht an die guten Leistungen von Kleinostheim an. Den Auftaktkampf gegen Heiko Nessel (ASV Pirmasens) verschlief er total. Gegen Frank Höfler setzte er lange die Akzente, kam aber nicht über eine 1 : 0-Führung hinauskam. Im zweiten Durchgang brach der Kleinostheimer dann konditionell ein. Am Ende musste der Zwiegriff entscheiden und den beherrschen viele HRV-Ringer einfach nicht: 2 : 3-Punktniederlage.

Einen unglücklichen Verlauf nahm das Turnier für Jannis Zamanduridis. Der Krombacher zog sich im Auftaktkampf gegen Rene Zimmermann (RSV Frankfurt/Oder) eine Knieverletzung zu und stieg auf Empfehlung von Bundestrainer Günter Reichelt, DRB-Arzt Dr. Klaus Johann und Physiotherapeut Werner Krass aus dem Turnier aus. Gegen Zimmermann demonstrierte Zamanduridis, dass er auch im Limit bis 74 kg mit der nationalen Spitze mitringen kann. "Ich habe mich der Herausforderung gestellt und bewiesen, dass ich auch in der Klasse bis 74 kg mitringen kann. Das Risiko ist aber zu hoch, im Hinblick auf die Olympiavorbereitung waren wir alle der Meinung, dass es besser ist nicht weiter zu ringen und unverzüglich mit der Therapie zu beginnen", meinte der 38-jährige Routinier.

Mit den DM-Titeln von Heinz Marnette, Max Schwindt, Eduard Kratz und Andreas Fix wurde der Generationswechsel mehr als deutlich. Lediglich in den Klassen bis 55 und 120 kg setzten sich mit Oleg Koutscherenko und Nico Schmitt die Titelverteidiger durch.
Ergebnisse 55 kg (10 Teilnehmer) 1. Oleg Koutscherenko (KSV Köllerbach) 2. Sergej Skripka (KSK Neuss) 3. Thomas Berger (RV Thalheim) 60 kg (20) 1. Heinz Marnette (SC Anger) 2. Michael Böh (SV Weingarten) 3. Marco Greifelt (SV Nürnberg) 5. Bengt Trageser (RWG Mömbris-Königshofen) 13. Dirk Walter (RSC Fulda) 66 kg (23) 1. Eduard Kratz (RKG Freiburg 2000) 2. Christian Fetzer (TSV Herbrechtingen) 3. Ismail Baygus (KSV Köllerbach) 11. Alexander Maier (KSV Waldaschaff) 12. Daniel Grünewald (RWG Mömbris-Königshofen) 13. Feti Karakas (SV Weingarten) 15. Marc Henrich (ASV Griesheim) 23. Nikolai Schum (FSV Münster) 74 kg (26) 1. Max Schwindt (KSK Neuss) 2. Volker Hirt (SV Weingarten) 3. Philip Wissel (RWG Mömbris-Königshofen) 13. Dirk Zewetzki (ASV Griesheim) 15. Christoph Apler (SC Kleinostheim) 23. Dominik Diessner (FSV Münster) 84 kg (25) 1. Björn Holk (KSV Witten) 2. Baris Baglan (KSV Aalen) 3. Juri Witt (RKG Freiburg 2000) 14. Michael Carl (RWG Mömbris-Königshofen) 19. Sebastian Büttner (SC Kleinostheim) 96 kg (18) 1. Andreas Fix (VfK Schifferstadt) 2. Rolf Linke (PSV Rostock) 3. Andre Montag (RSV Greiz) 13. Damian Patalong (SC Kleinostheim) 120 kg (14) 1. Nico Schmidt (RSV Frankfurt/Oder) 2. Mirko Klein (TSG Herdecke) 3. Ronald Kraft (RSV Frankfurt) Länderwertung 1. Nordrhein-Westfalen (60 Punkte ) 2. Württemberg (54) 3. Südbaden (50) 10. Hessen (14)

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