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Deutsche Meisterschaften 2005 Jugend B (Griechisch-Römisch)
04.03.2005 Deutsche Meisterschaften (Griechisch-Römisch)
Stilart Griechisch-Römisch
Altersklasse Jugend B
Ausrichter KSV Tennenbronn
Delegationsleiter Toni Kunkel
Bericht
Goldenes Wochenende für die hessischen Nachwuchsringer und für das Ringer-Leistungszentrum in Aschaffenburg. Von den 24 bei den diesjährigen Deutschen B-Jugend-Meisterschaften der beiden Stilarten vergebenen Titeln gingen gleich sieben in die Region um die Ringer-Hochburg Aschaffenburg. Jens Rung, Christopher Fersch und Sascha Burchardt (alle RWG Mömbris/Königshofen) sowie Lukas Höglmeier (TSV Gailbach) erkämpften sich die Titel des Deutschen Meisters im griechisch-römischen Stil. Tim Müller und Kevin Schwäbe (beide KSC Hösbach) sowie Florian Fischer (KSV Seeheim) gewannen Titel im freien Stil.

Der für den griechisch-römischen Stil im Hessischen Ringer-Verband (HRV) verantwortliche Landestrainer Jannis Zamanduridis zeigte sich bereits vor den Meisterschaften im südbadischen St. Georgen optimistisch („Wir haben eine gute Truppe und fahren optimistisch zur Deutschen.“), wollte sich ob der möglichen Medaillenanzahl aber nicht festlegen: „Es kann bei so einem dreitägigen Turnier viel passieren. Aber sechs Medaillen wären ein Traum.“

Es sollten am Ende nur fünf Medaillen werden. Aber dafür standen alle fünf Medaillengewinner in den großen Finals in ihren Gewichtsklassen. Am souveränsten am Ende die Titelgewinne durch Jens Rung (RWG Mömbris/Königshofen) und Lukas Höglmeier (TSV Gailbach), die während des gesamten Turniers keinen technischen Wertungspunkt abgaben.

Im vergangenen Jahr noch in der gleichen Gewichtsklasse startend und im Finale aufeinandertreffend – damals setzte sich Höglmeier durch und wurde Deutscher Meister – gingen sich die Nachwuchstalente heuer aus dem Weg. Ein taktischer Schachzug, der aus hessischer Sicht voll aufging. Rung sicherte sich in einem rein hessischen Finale den Titel in der Klasse 34 kg gegen Oliver Richter (RWG Hanau/Erlensee) und Höglmeier verteidigte seinen Titel aus dem Jahr 2004 und wurde in der nächsthöheren Klasse 38 kg Champion.

Eine Wiederholung seines Vorjahrestriumphs gelang in der Klasse 34 kg dem im Finale von Jens Rung geschlagenen Oliver Richter. Wie schon im Vorjahr wurde der Hanauer Vize-Meister seiner Klasse.

Neben Rung erkämpften sich mit Christopher Fersch und Sascha Burchardt zwei weitere Nachwuchsathleten des Ringer-Bundesligisten RWG Mömbris/Königshofen die Titel. Fersch wurde Deutscher B-Jugend Meister der Gewichtsklasse 54 kg nach einem Überlegenheitserfolg im Finale über Oliver Runge vom RSV Hansa Frankfurt/Oder, Burchardt verteidigte seinen 2004 errungenen Titel in der Klasse 58 kg. Er setzte sich im Finale gegen Marc Baumann vom SRC Viernheim durch.

Den totalen Hessen-Triumph bei den Titelkämpfen in Südbaden hätten Lorenz Häcker (SC Großostheim) und Matthias Kraus (SCJ Wasserlos) perfekt machen können. Beide Sportler – Kraus zudem als Titelverteidiger angetreten – kämpften sich in die Finals ihrer Vorrundengruppe vor und verpassten den Einzug in die Finalkämpfe nur denkbar knapp. Nachdem sich die drei Finalisten der Vorrundengruppen gegenseitig besiegten, blieb den HRV-Mannen trotz nur einer Niederlage lediglich der 3. Platz im Vorrundenpool und der Kampf um den 5. Gesamtplatz. Diesen 5. Platz in ihrer Klasse – Häcker in der Klasse 46 kg und Kraus in der Klasse 50 kg - ließen sich die beiden dann auch nicht mehr nehmen.

In der für den Vergleich der Leistungsstärke der verschiedenen Länder wichtigen Verbandswertung belegte der Württembergische Verband knapp vor dem Hessen-Team den 1. Platz. Die sieggewohnte bayerische Auswahl musste sich bei den Greco-Meisterschaften mit dem 3. Platz begnügen.

Mit der gleichen Medaillenanzahl wie die Greco-Truppe trat das Freistil-Team um Landestrainer Alexander Leipold die Rückreise aus dem nordrhein-westfälischen Mühlheim an.

Als Titelverteidiger angetreten, konnten Florian Fischer vom KSV Seeheim und Kevin Schwäbe vom KSC Hösbach ihre Titel aus dem Jahr 2004 erfolgreich verteidigen. Mit Fischer und Schwäbe erkämpften zwei Nachwuchssportler Medaillen, auf die Leipold auch im Vorfeld baute: „Als Titelverteidiger musst Du mit der Favoritenbürde leben.“

Einer Bürde, der die beiden Jungen problemlos stand hielten. Fischer bezwang im großen Finale der Klasse 38 kg Steven Thomas vom RSV Greiz. Schwäbe besiegte in der Klasse 76 kg Johannes Graf vom TSV Burgebrach.

Als „Paradeklasse“ stufte Alexander Leipold vor dem Beginn der Wettkämpfe die Klasse 34 kg ein. Er sollte recht behalten. Durch den Titelgewinn von Tim Müller (KSC Hösbach), der im Finale Anton Riedel vom ASV Sangerhausen nieder halten konnte, und dem 3. Platz durch Yannick Bernstein vom SC Großostheim gingen zwei der drei in dieser Klasse vergebenen Medaillen nach Hessen. Und wären nicht alle drei hessischen Starter – Timur Seidel vom KSC Hösbach wurde letztlich 5. dieser Klasse – in einer Vorrundengruppe gewesen, wäre wohl auch der totale Triumph möglich gewesen.

Für die 5. hessische Medaille bei den Freistil-Titelkämpfen sorgte David Schäfer in der Klasse 46 kg. Mit dem Gewinn der Bronzemedaille wiederholte der Sohn von Hösbachs Chef-Trainer Stefan Schäfer seinen Erfolg aus dem Jahr 2004.

Die Verbandswertung ging bei den Freistilern einmal mehr an die erfolgsverwöhnten Bayern, vor der Hessen-Auswahl und der Staffel aus Südbaden.
Ergebnisse 34 kg: 1. Jens Rung (RWG Mömbris/Königshofen) 2. Oliver Richter (RWG Hanau/Erlensee) 3.Philipp Krämer (KSV Köllerbach) 38 kg:1. Lukas Höglmeier (TSV Gailbach), 2. Manuel Pilz (KSV Köllerbach), 3. Artur Bremer (SV Warnemünde), ..., 14. Enrico Amato (KSC Hösbach) 42 kg: 1. Timo Badusch (KSV Köllerbach), 2. Dimitri Streib (SAV Torgelow), 3. Patrick Schendzielorz (AC Ückerath), ..., 6. Marco Büttner (RWG Mömbris/Königshofen), ..., 15. Alexander Ernst (KSV Waldaschaff) 46 kg: 1. Alexander Horst (AC Penzberg), 2. Werner Schellenberg (ASV Plauen), 3. Daniel Klaus (RSV Hansa Frankfurt/Oder), ..., 5. Lorenz Häcker (SC Großostheim), ..., 10. Tobias Hofmann (RWG Mömbris/Königshofen), 11. Masimo Natola (AC Goldbach) 50 kg: 1. Oliver Hug (TSV Dewangen), 2. Bastian Kurz (RSV Hansa Frankfurt/Oder), 3. Florian Allerberger (SVW Burghausen), ..., 5. Matthias Kraus (SCJ Wasserlos) 54 kg: 1. Christopher Fersch (RWG Mömbris/Königshofen), 2. Oliver Runge (RSV Hansa Frankfurt/Oder), 3. Fabian Reiner (KSV Tennenbronn), ..., 6. Daniel Kempf (KSC Niedernberg) 58 kg: 1. Sascha Burchardt (RWG Mömbris/Königshofen), 2. Marc Baumann (SRC Viernheim), 3. Stefan Rathgeb (KSV Aalen), ..., 8. Alexander Geck (SC Großostheim), ..., 10. Benjamin Malik (AC Goldbach) 63 kg: 1. Peter Frank (ASV Plauen), 2. Christoph Meixner (AC Lichtenfels), 3. Lars Melcher (SV Weißwasser), ..., 5. Tobias Sippel (RSV Elgershausen) 69 kg: 1. Marc Blaesy (KSV Köllerbach), 2. Mario Wensky (RC Hürth), 3. Maik Michaelis (RSV Hansa Frankfurt/Oder) 76 kg: 1. Christofer Bolldorf (KV Riegelsberg), 2. Coskun Efe (KSV Aalen), 3. Manuel Maletzki (KSV Gütersloh), ..., 11. Lorenz Hillerich (KSV Wersau) 85 kg: 1. Julian Bulgrin (TB Bad Cannstatt), 2. Alexander Sternberg (Demminer RV), 3. Michael Brennfleck (KSV Rheinfelden) 100 kg: 1. Eduard Popp (VfL Neckargartach), 2. Markus Neumaier (KSV Hofstetten), 3.Marcel Tropsch (AC Artern), ..., 8. Thomas Jaskulski (ASV Griesheim) Verbandswertung: 1. Württemberg (92 Punkten), 2. Hessen (85), 3. Bayern (76)

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