Für Manuel Wagin ist die U20-Weltmeisterschaft in Bratislava verletzungsbedingt beendet. Der amtierende U20-Europameister zeigte in der Gewichtsklasse bis 74 kg zunächst einen starken Auftritt und kämpfte sich mit zwei Siegen bis ins Viertelfinale vor.
Zum Auftakt ließ Wagin dem Ungarn Mate Bendeguz keine Chance und setzte sich technisch überlegen mit 10:0 durch. Auch im Achtelfinale überzeugte der hessische Freistiler und gewann gegen Mohammad Mamivand aus dem Iran mit 8:2 nach Punkten.
Im Viertelfinale traf Wagin auf Ariya Yoshida aus Japan. In der Begegnung verletzte sich der 19-Jährige am Knie und musste sich schließlich mit 4:14 geschlagen geben.
Da Yoshida im weiteren Turnierverlauf das Finale erreichte, bekam Wagin über die Hoffnungsrunde noch einmal die Möglichkeit, in das Rennen um die Bronzemedaille einzugreifen. Dort hätte er auf Islam Kazharov getroffen.
Nach der im Viertelfinale erlittenen Knieverletzung entschieden die Verantwortlichen jedoch, kein weiteres Risiko einzugehen. Wagin wurde vorsorglich vom weiteren Turnier abgemeldet und trat nicht mehr in der Hoffnungsrunde an.
Damit endet die Weltmeisterschaft für den U20-Europameister vorzeitig. Mit zwei überzeugenden Siegen und dem Einzug ins Viertelfinale zeigte Manuel Wagin dennoch, dass er auch auf WM-Ebene in der Gewichtsklasse bis 74 kg konkurrenzfähig ist.
Für Manuel steht nun die vollständige Genesung im Vordergrund. Der Hessische Ringer-Verband wünscht ihm gute Besserung und eine schnelle Rückkehr auf die Matte.
Foto: Kadir Caliskan (UWW)