Hessischer Ringer-Verband reagiert auf zunehmende Vorfälle im Ligabetrieb und stärkt den Schutz ehrenamtlicher Kampfrichterinnen und Kampfrichter.
Der Hessische Ringer-Verband (HRV) setzt ein klares Zeichen für Fair Play, gegenseitigen Respekt und ein sportliches Miteinander. Nachdem es in den vergangenen Wochen bei verschiedenen Mannschaftskämpfen wiederholt zu unsportlichem Verhalten, verbalen Auseinandersetzungen und teilweise auch körperlichen Übergriffen gekommen war, hat der HRV-Vorstand in seiner Sitzung am 7. Oktober 2026 konkrete Maßnahmen beschlossen. Im Mittelpunkt steht eine neue Fair-Play-Audiodurchsage, die künftig vor jedem Mannschaftskampf in den hessischen Ligen über die Hallenbeschallung abgespielt werden soll. Sie richtet sich gleichermaßen an Zuschauer, Sportler, Trainer, Betreuer und Vereinsverantwortliche. „Ringen steht für Leidenschaft, Einsatz und Emotionen. Genau das wollen wir auch weiterhin in unseren Sporthallen erleben. Aber bei Beleidigungen, Drohungen oder persönlichen Angriffen ist eine klare Grenze erreicht. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass gegenseitiger Respekt wieder selbstverständlich wird“, betont der HRV-Vorstand.
Ein besonderes Anliegen ist dem Verband der Schutz seiner Kampfrichterinnen und Kampfrichter. Viele von ihnen sind ehrenamtlich tätig und investieren einen erheblichen Teil ihrer Freizeit, um den Wettkampfbetrieb zu ermöglichen. Gerade deshalb bereitet dem Verband die zunehmende Aggressivität bei einzelnen Veranstaltungen Sorgen. Respektloses Verhalten und persönliche Angriffe gefährden nicht nur den ordnungsgemäßen Ablauf der Begegnungen, sondern langfristig auch die Bereitschaft, sich als Kampfrichter zu engagieren.
Neben der neuen Audiodurchsage werden die Kampfrichter künftig nach dem Wiegen mit den verantwortlichen Trainern beider Mannschaften ein gemeinsames Gespräch führen. Dabei werden die geltenden Verhaltensregeln, die Verantwortung der Mannschaftsecken und die möglichen Konsequenzen bei unsportlichem Verhalten nochmals ausdrücklich angesprochen. Zudem sollen die bestehenden sportrechtlichen Möglichkeiten bei Verstößen konsequent angewendet werden. Bei besonders konfliktträchtigen Begegnungen plant der HRV eine stärkere persönliche Präsenz seiner Vorstandsmitglieder.
Der Verband macht deutlich, dass sich die Maßnahmen nicht gegen einzelne Vereine richten. Vielmehr sollen alle Beteiligten für einen respektvollen Umgang sensibilisiert werden. Besondere Bedeutung kommt dabei auch der Vorbildfunktion gegenüber Kindern und Jugendlichen zu. Sie sollen erleben, dass sportliche Härte auf der Matte und gegenseitige Wertschätzung selbstverständlich zusammengehören. Mit der neuen Fair-Play-Initiative möchte der Hessische Ringer-Verband ein positives Zeichen setzen und gemeinsam mit seinen Vereinen die Werte des Ringsports stärken.
Fair kämpfen. Fair entscheiden. Fair bleiben.